Als Initiative von Menschen unserer Gemeinden wollen wir uns für lebenswerte Orte engagieren, uns mit Ihnen gemeinsam stark machen für eine lebendige Vielfalt der Natur, für saubere Luft, reines Wasser und gute Lebensmittel. Wir geben konkrete Handlungsempfehlungen für alle, die sich zu Hause, in der Familie oder auch im Job für gesunde und faire Lebensbedingungen einsetzen wollen, damit wir zuversichtlich miteinander in die Zukunft gehen können.
Gesunde Haut- und Körperpflege
Bei der Pflege unserer Haut, von Haar, Zahnfleisch und Zähnen sollten eigentlich nur Stoffe zum Einsatz kommen, die wir auch essen können, oder? Denn Haut und Schleimhaut nehmen Stoffe aus Pflegemitteln und Kosmetika unmittelbar auf. Leider sorgen weder Politik noch Industrie dabei für unseren Schutz. In der Regel stehen dem wirtschaftliche Interessen, die Abwehr wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie äußerst langwierige Prozesse politischer Regulation entgegen. Deshalb enthalten Körperpflegeprodukte häufig äußerst fragwürdige Substanzen und es bleibt an uns, uns und unsere Kinder ausreichend zu schützen.
Farbstoffe sind oft kritisch zu bewerten, wie schon letzte Woche beschrieben. In vielen Mitteln für Körperpflege, Zahnpflege und auch in Tabletten ist als Farbstoff Titandioxid enthalten – ausschließlich für ein schönes Weiß. Der Pflege- oder Gesundheitseffekt ist gleich null, dagegen kann es langfristig entzündliche Prozesse und damit Zellschäden begünstigen. In Lebensmitteln wie z. B. Mozzarella ist es deshalb seit kurzem nicht mehr zugelassen, in Drogerieartikeln und Medikamenten allerdings nach wie vor!
Als Zusatzstoffe gelten auch Hilfs- und Schaumstoffe oder Konservierungsmittel – diese sind oft schon seit Jahren in der Diskussion, werden aber weiterverwendet. Wir sollten aber den Nutzen hinterfragen, wenn sie keinen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten, sondern diese im Gegenteil langfristig schwächen können – und uns jetzt schon dagegen entscheiden! Parabene z. B. werden als Konservierungsstoffe eingesetzt, haben aber eine hormonähnliche und damit schädliche Wirkung. Wir haben uns auch alle längst an die Effekte von Schaumstoffen gewöhnt und mögen diese u.a. in unserer Zahncreme: Aber sie können die Schutzbarriere beeinträchtigen, Mundschleimhaut und Zahnfleisch reizen und Aphten begünstigen.
Über verschiedene Apps wie ToxFox oder CodeCheck können wir Produkte im Supermarkt vor dem Einkaufen scannen und das Ergebnis als Entscheidungshilfe nutzen. Auch der Einkauf von Produkten im Naturkostladen, im Reformhaus oder von drogerieeigenen Bio-Serien verspricht ein entspannteres Gefühl. Sparsam verwendet, sind die Produkte oft auch nicht so teuer. Wer Zeit und Lust hat, kann seine Pflegeprodukte preisgünstig aus wenigen guten Zutaten selbst herstellen, Rezepte finden sich viele im Netz oder in wunderschönen Büchern.
Mitmachen: Schreiben Sie uns unter hallo@nachhaltigesgleibergerland.de, besuchen Sie uns auf unserer Homepage www.nachhaltigesgleibergerland.de, in unserer Facebook-Gruppe oder kommen Sie in unsere Grüne Stunde. Diese findet ab März wieder jeden dritten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr in der FairWandelBar statt, Gießener Straße 2 in Biebertal Rodheim.


