Rauch aus Backhausschornstein war weithin sichtbar – 630 Brote, 35 Bleche Schmiersels-Zwiebelkuchen gebacken – Kindertagestätten Finkenweg und „Schatzkiste” und die Grundschule Krofdorf bereicherten das Rahmenprogramm – Trio „Drei zu Null – Walking-Band spielte glanzvoll auf

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg (ws) Beste Stimmung bei Kaiserwetter, Sonne und blauem Himmel. Riesenandrang herrschte beim Backhausfest der Krofdorfer Fastnachtfreunde in und um das Backhaus. Die KFF richteten den auch gerne zur örtlichen Kommunikation genutzten Event zum 21. Male aus. Bereits am Donnertag und Freitag quollen die dicken Rauchwolken aus dem Schornstein des Backhauses. Es wurde für die „Gebacke” angeheizt. Das Backhausteam buk 630 lecker-knusprige Backhausbrote und am Samstag zum Fest 35 Schmiersels-, Schmand- und Zwiebelkuchen.

Derweil war mit weiteren kulinarischen Köstlichkeiten wie: knusprigen Haxen aus dem Backhaus mit Sauerkraut und frisch-gebackenem Brot, Grillwurst und Pommes, frischgezapftes Bier, kühle Getränke und Kaffee bestens gesorgt. Die 100 Haxen aus dem Backhaus fanden reißenden Absatz. Auch Bewohner des benachbarten „Seniorenzentrums Gleiberger Land” nutzten das gesellige Treiben am Backhaus zu einem Besuch und hatten viel Spaß und Abwechslung. Zwischendurch warteten die Kindertagesstätten Finkenweg und Schatzkiste mit einem abwechslungsreichen und bunten Programm auf. Auch die Grundschule Krofdorf war mit dem Schulchor beteiligt und erfreute mit seinen Liedern. Für die Jüngsten gab es Kinderschminken. „Macht Euch einen schönen Nachmittag und feiert mit uns bis spät in den Abend”, hieß es. Derweil herrschte auch beim „Back-Team” im alten Backhaus beste Stimmung und die Arbeit ging flott von der Hand. Denn draußen hatten sich gerade für den Backhauskuchen schon eine lange Schlange gebildet.

Der KFF-Vorstand und das Organisations- und Realisations-Team am Ende vollauf zufrieden mit dem Verlauf und dem ausgezeichneten Besuch. Bürgermeister Marc Nees war – ob der volksfestartigen Stimmung – vom Backhausfest sehr angetan. Er dankte der KFF für die Organisation des Backhaus-Events. Das Trio „Drei zu Null – Walking-Band” spielte glanzvoll auf mit flotten Rhythmen und einem breiten Repertoire auf. Insgesamt ein mehr als gelungenes Backhausfest das die dörfliche Kommunikation und Geselligkeit förderte.

Foto: Reges Treiben herrschte beim Team in der Backstube – Hier werden die Schmiersels- und Zwiebelkuchen vor dem Einschießen in das Ofenmund-Loch präsentiert. Foto: Klaus Waldschmidt

Foto: Die Grundschulkinder erfreuten mit ihren Songs. Foto: Klaus Waldschmidt

Foto: Sorgten für beste Stimmung und Unterhaltung: Die Männer der „Drei zu Null – Walking-Band”.
Foto: Klaus Waldschmidt

Rund 600 Starter sorgen beim 20. Celtic Race für ein großes Radsportfest in Biebertal

Biebertal, 30. August 2026 – Hochklassiger Mountainbike-Sport, beste Bedingungen und eine großartige Stimmung rund um den Dünsberg: Der 20. Dünsberg Bike & Gravel Marathon – Celtic Race ist am Sonntag mit der Deutschen MTB-Marathon-Meisterschaft als sportlichem Höhepunkt erfolgreich zu Ende gegangen.

Bei bestem Wetter gingen insgesamt fast 600 Fahrerinnen und Fahrer auf den unterschiedlichen Strecken rund um den Dünsberg an den Start. Die Teilnehmer fanden eine hervorragend vorbereitete Strecke vor, die sich trotz ihrer sportlichen und technischen Herausforderungen in sehr gutem Zustand präsentierte. Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke und insbesondere im Start- und Zielbereich sorgten für eine ausgezeichnete Atmosphäre.

Andreas Seewald triumphiert bei den Herren

Im Mittelpunkt des Tages stand die Deutsche Meisterschaft im Mountainbike-Marathon. Bei den Herren Elite wartete eine echte Ausdauerprüfung: Drei Runden, insgesamt 124 Kilometer und rund 2.610 Höhenmeter mussten bewältigt werden. Damit führte das Rennen die Fahrer gleich dreimal über den Dünsberg.

Am Ende setzte sich Andreas Seewald durch und sicherte sich den Deutschen Meistertitel. Auf Rang zwei folgte Jakob Hartmann vom Singer KTM Racing Team, Platz drei ging an Jakob Riegger.

Die Fahrer lieferten sich auf der anspruchsvollen Strecke einen hochklassigen Wettkampf. Neben Kondition und Fahrtechnik spielte auf dem Rundkurs auch die richtige Renneinteilung eine entscheidende Rolle. Die mehrfach zu bewältigenden Anstiege und technischen Passagen rund um den Dünsberg verlangten den Athleten bis zum Schluss alles ab.

Bettina Janas gewinnt bei den Frauen

Auch bei den Frauen Elite wurde um den Deutschen Meistertitel gekämpft. Hier setzte sich Bettina Janas durch und durfte sich am Ende des Tages über den Titel der Deutschen Meisterin im MTB-Marathon freuen.

Tanja Priller belegte den zweiten Platz, Friederike Schnatz komplettierte als Dritte das Podium.

Damit erlebten die Zuschauer in beiden Eliteklassen spannende Meisterschaftsrennen und Mountainbike-Sport auf höchstem nationalem Niveau.

Deutsche Meisterschaften der Gehörlosen ebenfalls am Dünsberg

Eine weitere Besonderheit des diesjährigen Celtic Race war die Austragung der Deutschen MTB-Meisterschaften der Gehörlosen. Auch diese Titelkämpfe fanden im Rahmen der Veranstaltung rund um den Dünsberg statt.

Damit bot das Celtic Race nicht nur der deutschen Marathon-Elite eine Bühne, sondern vereinte unterschiedliche Meisterschaftswettbewerbe und den Breitensport in einer gemeinsamen Veranstaltung.

Fast 600 Starter machen den Dünsberg zum Radsportzentrum

Neben den Deutschen Meisterschaften waren zahlreiche Hobby-, Nachwuchs- und ambitionierte Freizeitfahrer auf den verschiedenen Strecken unterwegs. Insgesamt brachte das Celtic Race am Sonntag fast 600 Starterinnen und Starter auf die Strecken rund um den Dünsberg.

Gerade diese Mischung aus Spitzensport und Breitensport gehört seit vielen Jahren zum Charakter des Dünsberg Bike Marathons. Hobbyfahrer konnten auf Teilen derselben Strecke unterwegs sein, auf der zuvor oder gleichzeitig die besten deutschen Marathon-Mountainbiker um die nationalen Titel kämpften.

Das neue Streckenkonzept mit dem Rundkurs bewährte sich dabei ebenso wie die umfangreiche Vorbereitung durch das Organisationsteam und die zahlreichen Helfer. Die Fahrer lobten die perfekt vorbereitete und ausgeschilderte Strecke sowie die Stimmung entlang des Kurses.

Patricia Ortmann als Schirmherrin

Unterstützt wurde die Jubiläumsveranstaltung auch von Patricia Ortmann, die das Celtic Race förderte und als Schirmherrin der Veranstaltung fungierte.

Für den AMC Rodheim-Bieber war die Austragung der Deutschen Meisterschaft ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Das Celtic Race feierte in diesem Jahr seine 20. Auflage.

Nach der Deutschen Meisterschaft 2010 kehrte damit nach 16 Jahren erneut eine nationale Titelentscheidung an den Dünsberg zurück.

Großer Dank an Helfer, Partner und Unterstützer

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur durch die Unterstützung vieler Beteiligter möglich. Der AMC Rodheim-Bieber bedankt sich deshalb ausdrücklich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Streckenposten, Rettungs- und Einsatzkräften, Behörden, Vereinen, Anwohnern sowie den Sponsoren und Partnern.

Sie alle trugen dazu bei, dass den Fahrerinnen und Fahrern eine hervorragend vorbereitete Strecke und den Zuschauern ein attraktiver Radsporttag geboten werden konnte.

Mit fast 600 Teilnehmern, nationalen Titelkämpfen, hochklassigem Sport und einer großartigen Atmosphäre rund um den Dünsberg wurde das 20. Celtic Race zu einem würdigen Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Podium Deutsche MTB-Marathon-Meisterschaft 2026

Herren Elite

  1. Andreas Seewald
  2. Jakob Hartmann – Singer KTM Racing
  3. Jakob Riegger

Frauen Elite

  1. Bettina Janas
  2. Tanja Priller
  3. Friederike Schnatz

Weitere Informationen und Ergebnisse:
www.duensberg-bike-marathon.de

Jürgen Leib (4.v.r.) leitet die heimatkundliche Exkursion

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Grenzen trennen, können fließend sein, überdauern lange und machmal auch nur kurze Zeiträume. Weilburg liegt etwa 50 Kilometer von Gießen entfernt. Da war die Frage berechtigt, warum es ein Straßennamensschild „”Weilburger Grenze” an der Pereferie der bebauten Gießener Ortslage gibt. Die Frage sollte nicht unbeantwortet bleiben und auch auf viele andere Fragen hatte, Dr. Jürgen Leib eine Antwort. Ihn konnte der Heimat- und Geschichtsverein Krofdorf-Gleiberg für eine spannende, mehrstündige geschichtshistorische Exkursion gewinnen. An der Stelle mit dem Straßennamensschild „Weilburger Grenze”, verläuft heute die Gemarkungsgrenze zwischen Gießen und Wettenberg. Der Hinweis hat also nur historische Bedeutung. Dennoch ist die Geschichte dahinter spannend und mit großer Sach- und Fachkenntnisse vermittelte Jürgen Leib den Teilnehmern die Zusammenhänge, die zurückzuführen sind um das Jahr 1150 und die Teilung der Grafschaft Gleiberg. Seit Jahrhunderten habe die alte Landesgrenze Bestand gehabt, was zusammen hing mit wechselnden Machtverhältnissen, zwischen den Herren von Tübingen, den Landgrafen von Hessen-Darmstadt, den Herren von Merenberg und den Grafen von Nassau-Weilburg bis 1816 das Gebiet schließlich an Preußen fiel. Die Exkursion durch verschiedene Punkte im mittleren Lahntal führte dann in die neuere Geschichte. Jürgen Leib erinnerte am Werner-Gleim-Damm an die bereits in den 1970er Jahren angestrengten Überlegen der Stadt Gießen, die Weststadt durch einen Deich vor Überflutungen zu schützen. 2009 wurde der Damm nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Man blieb in der Gegend und nicht weit weg liegt die „Gummiinsel”. Welche Wandlung dieses einstige Notquartier in der Weststadt zum Kulturdenkmal vollzog, ist hoch interessant und ein Beispiel gelungener städtebaulicher Entwicklung unter Beachtung sozialer Komponenten. Im Städtebauförderungsprogramm verankert und zweimal im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus”erhielt das Quartier durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Premiumprojekt die entsprechende Auszeichnung. Weiter ging die Runde mit privaten PKWs zu den Heuchelheimer-Dutenhofener Seen. Heute Magnetpunkte für Freizeitnutzung sind sie Zeugen gelungener Rekultivierung einstigen großflächigen Abbau gebundener Sand-, Kies- und Schottervorkommen. Den Landkreis Gießen verlassen machten die Teilnehmer Halt an der Schleuse von Dorlar, einem historischen Erbe der Lahnschifffahrt, was zurückgeht bis in die Römerzeit, wo der Fluss Bedeutung erlangte als Handels- und Transportweg. Der Dom von Wetzlar und der Kalsmunt kamen in Sichtweite und das die alte Goethestadt und ehemals freie Reichsstadt mit Sitz des Reichskammergerichtes mehr ist als Buderus und Leitz, konnte Jürgen Leib vor Ort an vielen Punkten fest- und deutlich machen. Verschont von den Bombardierungen der Alliierten im 2. Weltkrieg genießt die Altstadt mit dem Dom als Simultankirche und Wahrzeichen der Stadt einen besonderen Reiz. Durch zahlreiche Orte, Plätze und Bauten wird alte und mittelalte Geschichte sicht- und erlebbar. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Wetzlar zu einem wichtigen Standort für die Schwerindustrie sowie die optische- und feinmechanische Industrie. Wie und warum ein Pferdekopf für Wirbel sorgte und Geschichte schrieb rief der Exkursionsleiter dann am Römischen Forum in Waldgirmes noch einmal in Erinnerung, bevor es wieder zurück in die Heimat ging und der Abschluss auf der geschichtsträchtigen Burg Gleiberg stattfand. Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins dankte Jürgen Leib für die Exkursion.

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