Rund 600 Starter sorgen beim 20. Celtic Race für ein großes Radsportfest in Biebertal

Biebertal, 30. August 2026 – Hochklassiger Mountainbike-Sport, beste Bedingungen und eine großartige Stimmung rund um den Dünsberg: Der 20. Dünsberg Bike & Gravel Marathon – Celtic Race ist am Sonntag mit der Deutschen MTB-Marathon-Meisterschaft als sportlichem Höhepunkt erfolgreich zu Ende gegangen.

Bei bestem Wetter gingen insgesamt fast 600 Fahrerinnen und Fahrer auf den unterschiedlichen Strecken rund um den Dünsberg an den Start. Die Teilnehmer fanden eine hervorragend vorbereitete Strecke vor, die sich trotz ihrer sportlichen und technischen Herausforderungen in sehr gutem Zustand präsentierte. Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke und insbesondere im Start- und Zielbereich sorgten für eine ausgezeichnete Atmosphäre.

Andreas Seewald triumphiert bei den Herren

Im Mittelpunkt des Tages stand die Deutsche Meisterschaft im Mountainbike-Marathon. Bei den Herren Elite wartete eine echte Ausdauerprüfung: Drei Runden, insgesamt 124 Kilometer und rund 2.610 Höhenmeter mussten bewältigt werden. Damit führte das Rennen die Fahrer gleich dreimal über den Dünsberg.

Am Ende setzte sich Andreas Seewald durch und sicherte sich den Deutschen Meistertitel. Auf Rang zwei folgte Jakob Hartmann vom Singer KTM Racing Team, Platz drei ging an Jakob Riegger.

Die Fahrer lieferten sich auf der anspruchsvollen Strecke einen hochklassigen Wettkampf. Neben Kondition und Fahrtechnik spielte auf dem Rundkurs auch die richtige Renneinteilung eine entscheidende Rolle. Die mehrfach zu bewältigenden Anstiege und technischen Passagen rund um den Dünsberg verlangten den Athleten bis zum Schluss alles ab.

Bettina Janas gewinnt bei den Frauen

Auch bei den Frauen Elite wurde um den Deutschen Meistertitel gekämpft. Hier setzte sich Bettina Janas durch und durfte sich am Ende des Tages über den Titel der Deutschen Meisterin im MTB-Marathon freuen.

Tanja Priller belegte den zweiten Platz, Friederike Schnatz komplettierte als Dritte das Podium.

Damit erlebten die Zuschauer in beiden Eliteklassen spannende Meisterschaftsrennen und Mountainbike-Sport auf höchstem nationalem Niveau.

Deutsche Meisterschaften der Gehörlosen ebenfalls am Dünsberg

Eine weitere Besonderheit des diesjährigen Celtic Race war die Austragung der Deutschen MTB-Meisterschaften der Gehörlosen. Auch diese Titelkämpfe fanden im Rahmen der Veranstaltung rund um den Dünsberg statt.

Damit bot das Celtic Race nicht nur der deutschen Marathon-Elite eine Bühne, sondern vereinte unterschiedliche Meisterschaftswettbewerbe und den Breitensport in einer gemeinsamen Veranstaltung.

Fast 600 Starter machen den Dünsberg zum Radsportzentrum

Neben den Deutschen Meisterschaften waren zahlreiche Hobby-, Nachwuchs- und ambitionierte Freizeitfahrer auf den verschiedenen Strecken unterwegs. Insgesamt brachte das Celtic Race am Sonntag fast 600 Starterinnen und Starter auf die Strecken rund um den Dünsberg.

Gerade diese Mischung aus Spitzensport und Breitensport gehört seit vielen Jahren zum Charakter des Dünsberg Bike Marathons. Hobbyfahrer konnten auf Teilen derselben Strecke unterwegs sein, auf der zuvor oder gleichzeitig die besten deutschen Marathon-Mountainbiker um die nationalen Titel kämpften.

Das neue Streckenkonzept mit dem Rundkurs bewährte sich dabei ebenso wie die umfangreiche Vorbereitung durch das Organisationsteam und die zahlreichen Helfer. Die Fahrer lobten die perfekt vorbereitete und ausgeschilderte Strecke sowie die Stimmung entlang des Kurses.

Patricia Ortmann als Schirmherrin

Unterstützt wurde die Jubiläumsveranstaltung auch von Patricia Ortmann, die das Celtic Race förderte und als Schirmherrin der Veranstaltung fungierte.

Für den AMC Rodheim-Bieber war die Austragung der Deutschen Meisterschaft ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Das Celtic Race feierte in diesem Jahr seine 20. Auflage.

Nach der Deutschen Meisterschaft 2010 kehrte damit nach 16 Jahren erneut eine nationale Titelentscheidung an den Dünsberg zurück.

Großer Dank an Helfer, Partner und Unterstützer

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur durch die Unterstützung vieler Beteiligter möglich. Der AMC Rodheim-Bieber bedankt sich deshalb ausdrücklich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Streckenposten, Rettungs- und Einsatzkräften, Behörden, Vereinen, Anwohnern sowie den Sponsoren und Partnern.

Sie alle trugen dazu bei, dass den Fahrerinnen und Fahrern eine hervorragend vorbereitete Strecke und den Zuschauern ein attraktiver Radsporttag geboten werden konnte.

Mit fast 600 Teilnehmern, nationalen Titelkämpfen, hochklassigem Sport und einer großartigen Atmosphäre rund um den Dünsberg wurde das 20. Celtic Race zu einem würdigen Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Podium Deutsche MTB-Marathon-Meisterschaft 2026

Herren Elite

  1. Andreas Seewald
  2. Jakob Hartmann – Singer KTM Racing
  3. Jakob Riegger

Frauen Elite

  1. Bettina Janas
  2. Tanja Priller
  3. Friederike Schnatz

Weitere Informationen und Ergebnisse:
www.duensberg-bike-marathon.de

Günter Hofmann und David Rempen (v.l.) sowie Georg Hohmann (mitte) und Monika Müller (rechts) mit den Jubilaren Franz Skopko, Ilse Friedrich und Margret Hahn (v.l.).

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Immer mehr rücken gesunde Ernähung und damit verbunden, der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten in das Bewusstsein, besonders auch junger Menschen und Familien mit Kindern, gerückt. Daran haben auch die Obst- und Gartenbauvereine ihren Anteil. Wenn ein solcher Verein auf eine 100 Jahre alte Tradition blicken kann, dann sind nicht nur geprägt von Höhen, sondern auch von besonderen Herausforderungen. Der Obst- und Gartenbauverein Launsbach hat in diesem Jahr seine 10 Jahrzehnte überdauert und ist zu Recht stolz. Das Vereinsjubiläum feierten die Mitglieder auf dem Gelände des „Wandervogel Höhenflug”, auf dem Falkenberg. Dort freute sich Vorsitzender, Georg Hohmann, über die Resonanz, vor allem auch der vielen Gäste anderer Ortsvereine und Vertreter regionaler und überregionaler Verbände und naturnaher Vereine. Es gehört dazu, das Grußwort als Rückblick zu gestalten. Dabei machte der Vorsitzende, der vor vier Jahren die Nachfolge des bis dahin seit 40 Jahren amtierenden Vorsitzenden, Ernst Friedrich, übernahm, deutlich, dass die 11 Gründungsmitglieder vor 100 Jahren vor allem die Verbesserung der Ernährungssituation und der wirtschaftlichen Lage im Sinn hatten. Die Verbreitung von Fachinformation, das Organisieren von Vorträgen, Lehrfahrten und Obst- und Gemüseausstellungen, die Förderung des Erfahrungsaustausches und die Beschaffung gemeinschaftlich genutzer Gerätschaften bildeten den Kern der Vereinsarbeit. Das war alles vor dem 2. Weltkrieg und nach Wiederaufnahme des Vereinslebens 1946 standen weiterhin der Anbau von Obst- und Gemüse zur Verbesserung der Lebensverhältnisse im Vordergrund. Der Obst- und Gartenbau Launsbach konnte konnte bei Ausstellungen des Gartenbauverbandes des Kreises Wetzlar mit guten Erntreergebnissen glänzen. Um auch qualitativ minders Obst verwerten zu können, wurde 1952 eine Packpresse angeschafft, zu deren Finanzierung Vereinsmitglieder Anteilscheine zusammentrugen. Noch bis 1995 stand die Presse bei Mitgliedern in deren Scheunen, Garagen und Ställen und wurde von mehreren Keltermeistern bedient. Mitte der 60er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Die wirtschaftliche Bedeutng des Obstbaues sank bei den Mitgliedern, damit verbunden auch die Nachfrage gemeinschaftlicher Gerätenutzung. Der Bestand wurde aufgelöst und dass eher gesellige Vereinsleben kristallisierte sich heraus. Mehrtagesfahrten standen an , Waldkonzerte als Vorläufer des „Wäldchesdoages” wurden ausgerichtet und Ruhebänke in der Gemarkung aufgestellt. In den 1980er Jahren dann wieder eine Veränderung und zwar mit dem Gewinn der Bedeutung der Landschaftspflege für den Obstbau . Mehrere Mitglieder absolvierten die Ausbildung zum Fachwart und der Verein pachtete die Obstwiese am Beuerstädtert Berg von der Gemeinde. Die erlernten Fähigkeiten dienten für einen fachgerechten Schnitt von Altbäumen und vielfach auch von Veredlungen. Über 20 Jungbäume wurden gepflanzt und in den 1990er Jahren nimmt man auch die Pflege der alten Obstbaumbestände wieder auf, einhergehend mit Ersatzpflanzungen. Die Aktivitäten vervielfältigen sich und jungen Mitglieder backen seit einigen jahren im Rahmen der Obstversteigerungen im Backhaus Obstkuchen. An weiteren Jahresterminen backt man zudem auch Brot. Georg Hohmann endete bei seinem Rückblick mit dem Wunsch und der Bitte, ein Gartengrundstück pachten zu können, denn der Gartenbau sei dem Verein eine besondere Herzensangelegenheit. So könne man als bisheriger Obst- und Kelterverein ein weiteres Standbein schaffen. In Vertretung von Bürgermeister Marc Nees, sprach Günter Hofmann ein festliches Grußwort und gratulierte als 1. Beigeordneter auch namens der gemeindlichen Gremien. Man dürfe mit Respekt und Hochachtung auf die Leistungen der Gründerväter und aller nachfolgenden Vereinsmitglieder blicken, die mit Weitsicht, Sachverstand un Herzblut den Verein geführt hätten. Als Gründungsmitglie der 2025 aufgelösten Landschaftspflegegemeinschaft war es Günter Hofmann auch ein Anliegen, auf die verläslliche Partnersachaft und Mitwirkung des Obst- und Gartenbauverein Launsbach, wie auch der anderen Obst- und Gartenbauvereine hinzuweisen. Als Wissensspeicher verbinde der Jubiläumsverein nicht nur Gartenbaubegeisterte, sondern ganze Generationen. Er überreichte an den Vorsitzenden einen Jubiläumszuschuss in Höhbe von 500 €. Die Feier bot auch den würdigen Rahmen für die Ehrung langjähriger Mitglieder. Ilse Friedrich und Margret Hahn wurde für je 25 Jahren Mitgliedschaft geehrt und der Jubilar Franz Skopko hält dem Verein seit 40 Jahren die Treue. Zu den Gratulanten gehörten auch die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Lahn-Dill für Obstbau, Garten- und Landschaftspflege, Monika Müller sowie vom Landesverband, Vorstandsmitglied, David Rempen, die gemeinsam die Ehrungen mit durchführten und Urkunden ihrer Verbände an das Geburtstagskind überreichten. Die Launsbacher Ortsvereine gratulierten durch ihre Vertreter und für den NaBu Wettenberg sprach Vorsitzender, Dr. Tim Mattern.

In Oberhessischer Tracht dem Volk aufs Maul geschaut

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Da übertrug sich sehr schnell Singfreude und Spiellust auf ein Publikum, dessen Geschmack die Gruppe „Heinrich” voll getroffen hatte. Beschwingte Rythmen, mit Herzblut, Witz und Klasse vorgetragen, von einem Dutzend Akteuren, von denen die meisten schon seit zwei Jahrzehnten gemeinsame Sachen machen. Es war aber der erste Auftritt der „Heinrichs”auf Burg Gleiberg. Ins Leben gerufen 1981 von Willi Rüspeler, alias „Heinrich von Kabborn”. Locker in den Hüften, beweglich in den Knien und im ersten Teil ihres geschmeidigen Auftritts in oberhessischer Tracht agierend unterstrich die Formation schwungvoll, mit Charme und Witz, die besondere Atmosphäre eines sorglosen Sonntagnachmittag, bei Sonnenschein und lauschigen Temperaturen auf dem Burghof. Gut 250 Gäste konnte vor Beginn des wunderbaren Konzertes der 2. Vorsitzende des Gleiberg-Verein, Gerhard Schmidt, begrüßen. „Jetzt gitts lus” und schon sammelte der Frontmann mit dieser Ankündigung „Off Platt” die ersten Schmunzler. Vom „Essen und Trinken” handelte das erste Stück, womit „auf den Sex des Alters” angespielt wurde. Das Eis war sofort gebrochen und die bekannte Hausmannskost „Bellschou” und die „goschdich Fraa” waren die thematische Schwergewichte im folgenden Stück. Was prima ankam und sofort zum mit klatschen, wippen und Fingerschnippen einlud, waren die in bekannte Melodien verpackten rustikalen Texte, wie beispielsweise der von einer „Pizza”, die dann mit einem Spider Murphy Gang-Song belegt war. Auch das Lied vom „Off die Kirmes gieh” wurde klangvoll präsentiert mit der Melodie von „Sex Bomb”. Es folgte die Beschreibung des samstägliche Einkaufs im Netto und was hätte da besser gepasst als die weltberühmte Melodie von Elvis Presleys „In the Getto”.

Im Gala-Outfit, aber dennoch derb-rustikal und manchmal ein bischen mit Tiefgang

(Foto: Volker Mattern)

So verging die Zeit wie im Fluge und nach der verdienten Pause der Akteure hatten die ihre schmuckvollen Trachten gegen ein mehr klassisches Gala-Outfit getauscht. Es dominierten die Farben schwarz und rot auf der Bühne. Ihrer Linie blieb die Gruppe weiter treu. Die Sängerinnen und Sänger, unter Leitung von Christian Kraus, spannten den Bogen von bekannten Melodien und Oldies, über Schlager und Musical bis hin zu brandneuen Songs mit neuen Texten und durchaus auch mal in hochdeutsch. Die Oberhessische Nationalhymne durfte auf keinen Fall fehlen und die geht eben nur „uff Platt”, „Siehste net die Säu iem Goadde, siehste wej se wäule”. Als Hommage an den Gastgeber des Konzertes, den Gleiberg-Verein und vielmehr die alt-ehrwürdige Burg, hatten die Heinrichs auch hier ihren hohen musikalischen Anspruch mit bodenständiger Gemütlichkeit und Blick auf das Besondere, bei dem es lohnt, in Lieder zu verpacken, ihr ganzes Können gezeigt. Ein Kulturevent der besonderen Art mit viel wahrnehmbaren Kommentaren, „Das sollte man wiederholen”. Es war ein Sonntagnachmittag, mal ohne Kuchen, aber mit einem ganz besonderen Sahnehäubchen. Die von den Gästen erbetene Spende kommt dem Gleiberg-Verein respektive der Unterhaltung der Burg Gleiberg zugute.

Jürgen Leib (4.v.r.) leitet die heimatkundliche Exkursion

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Grenzen trennen, können fließend sein, überdauern lange und machmal auch nur kurze Zeiträume. Weilburg liegt etwa 50 Kilometer von Gießen entfernt. Da war die Frage berechtigt, warum es ein Straßennamensschild „”Weilburger Grenze” an der Pereferie der bebauten Gießener Ortslage gibt. Die Frage sollte nicht unbeantwortet bleiben und auch auf viele andere Fragen hatte, Dr. Jürgen Leib eine Antwort. Ihn konnte der Heimat- und Geschichtsverein Krofdorf-Gleiberg für eine spannende, mehrstündige geschichtshistorische Exkursion gewinnen. An der Stelle mit dem Straßennamensschild „Weilburger Grenze”, verläuft heute die Gemarkungsgrenze zwischen Gießen und Wettenberg. Der Hinweis hat also nur historische Bedeutung. Dennoch ist die Geschichte dahinter spannend und mit großer Sach- und Fachkenntnisse vermittelte Jürgen Leib den Teilnehmern die Zusammenhänge, die zurückzuführen sind um das Jahr 1150 und die Teilung der Grafschaft Gleiberg. Seit Jahrhunderten habe die alte Landesgrenze Bestand gehabt, was zusammen hing mit wechselnden Machtverhältnissen, zwischen den Herren von Tübingen, den Landgrafen von Hessen-Darmstadt, den Herren von Merenberg und den Grafen von Nassau-Weilburg bis 1816 das Gebiet schließlich an Preußen fiel. Die Exkursion durch verschiedene Punkte im mittleren Lahntal führte dann in die neuere Geschichte. Jürgen Leib erinnerte am Werner-Gleim-Damm an die bereits in den 1970er Jahren angestrengten Überlegen der Stadt Gießen, die Weststadt durch einen Deich vor Überflutungen zu schützen. 2009 wurde der Damm nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Man blieb in der Gegend und nicht weit weg liegt die „Gummiinsel”. Welche Wandlung dieses einstige Notquartier in der Weststadt zum Kulturdenkmal vollzog, ist hoch interessant und ein Beispiel gelungener städtebaulicher Entwicklung unter Beachtung sozialer Komponenten. Im Städtebauförderungsprogramm verankert und zweimal im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus”erhielt das Quartier durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Premiumprojekt die entsprechende Auszeichnung. Weiter ging die Runde mit privaten PKWs zu den Heuchelheimer-Dutenhofener Seen. Heute Magnetpunkte für Freizeitnutzung sind sie Zeugen gelungener Rekultivierung einstigen großflächigen Abbau gebundener Sand-, Kies- und Schottervorkommen. Den Landkreis Gießen verlassen machten die Teilnehmer Halt an der Schleuse von Dorlar, einem historischen Erbe der Lahnschifffahrt, was zurückgeht bis in die Römerzeit, wo der Fluss Bedeutung erlangte als Handels- und Transportweg. Der Dom von Wetzlar und der Kalsmunt kamen in Sichtweite und das die alte Goethestadt und ehemals freie Reichsstadt mit Sitz des Reichskammergerichtes mehr ist als Buderus und Leitz, konnte Jürgen Leib vor Ort an vielen Punkten fest- und deutlich machen. Verschont von den Bombardierungen der Alliierten im 2. Weltkrieg genießt die Altstadt mit dem Dom als Simultankirche und Wahrzeichen der Stadt einen besonderen Reiz. Durch zahlreiche Orte, Plätze und Bauten wird alte und mittelalte Geschichte sicht- und erlebbar. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Wetzlar zu einem wichtigen Standort für die Schwerindustrie sowie die optische- und feinmechanische Industrie. Wie und warum ein Pferdekopf für Wirbel sorgte und Geschichte schrieb rief der Exkursionsleiter dann am Römischen Forum in Waldgirmes noch einmal in Erinnerung, bevor es wieder zurück in die Heimat ging und der Abschluss auf der geschichtsträchtigen Burg Gleiberg stattfand. Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins dankte Jürgen Leib für die Exkursion.

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