1.200 € zugunsten des Gleiberg-Verein erlaufen – “Sturm auf die Burg mit neuem Teilnehmerrekord

Rennleiter Andreas Läufer (7.v.l.), Schatzmeister Karlfried Philipp (5.v.l.) und Jürgen Leib (2.v.l.), bei der Scheckübergabe im Beisein der Geehrten, Kurt Felde, Dagmar Felde, Niklas Raffin,Hans Koch, Beke Lischka, Leni Elbing und Ehrengast Michael Lederer (v.l.)

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Viel Schweiß steckt in den 1.200 €, die vom 2. Vorsitzenden des TSV Krofdorf-Gleiberg, Dr. Jürgen Leib, an den Schatzmeister, Karlfried Philipp, übergeben wurde. Der Erlös stammt aus der Veranstaltung „Sturm auf die Burg”, die der TSV zugunsten des Gleiberg-Verein initiiert hatte. Aller guten Dinge sind Drei, denn die diesjährige Veranstaltung war die Dritte ihrer Art, aber auch diesmal hielt das alt-ehrwürdige Baudenkmal dem „Sturm” stand. Es war auch nicht das Ziel, an seinen Grundfesten zu rütteln. Vielmehr steckt hinter dieser Idee, den sportlichen Gedanken mit einer guten Tat zu verknüpfen. Vertreter der verschiedenen Wertungsgruppen waren zur Dankeschönfeier und zur Überreichung ihrer Urkunden in die Albertusklause auf Burg Gleiberg gekommen. Darunter die älteste Teilnehmerin, Leni Elbing (Jg. 1938, LGV Marathon Gießen) und ihr männliches Ponton, Hans Koch (Jg. 1935), die beide bereits die Jahre zuvor schon flott unterwegs und ein Vorbild für die junge Generationen waren. Unter den zu Ehrenden auch das Ehepaar Dagmar und Kurt Felde (M 85, LGV Marathon Giessen) die als Paar die schnellste Zeit liefen, wobei Dagmar die Strecke insgesamt sechs Mal bewältigte und ihr Mann als Erster im Teilnehmerfeld die Strecke 100 Mal bewältigte. Über eine Distanz von 1,5 Kilometer waren 135 Höhenmeter mit 219 Treppenstufen und Steigungsgraden von bis zu 20 Prozent zu überwinden. Insgesamt war es in diesem Jahr mit 138 Teilnehmern, die in der Summe 510 Mal die Strecke unter ihre Laufschuhen nahmen, ein neuer Rekord und zur Freude der Organisatoren darunter 37 Jugendliche, die als teilnehmerstärkstes Team die LG Wettenberg vertraten. Hier nahm Trainerin, Beke Lischka die Urkunde entgegen. Start der gut viermonatigen, hybriden Laufveranstaltung war an der Seemühle und Ziel an der Kanone vor dem Burgtor zur Unterburg. Die Ehrungen nahm Andreas Läufer vor und sein Nachname ist Programm, denn er ist selber aktiver Läufer, Mitglied im TSV, war Rennleiter beim „Sturm auf die Burg” und freute sich besonders, als Ehrengast keinen Geringeren als Michael Lederer willkommen heißen zu können. Der Leichtathlet hielt über 32 Jahre den Weltrekord im 4 x Mal – 1.500 Meter-Staffellauf, den er am 17. August 1977 in Köln mit seiner Staffel aufstellte. Er ist Präsident des LFH (Leichtathletik Fördervereins Hessen), Racedirector des „SkyRun Messeturm Frankfurt” und die dort anfallenden Spendengelder gibt er an den LFH weiter. Ihm ist das Konzept „Sturm auf die Burg” zuzuschreiben und es hat seinen Ursprung im legendären „CrossFondo – Taunus TrippleBergSprint”, dessen Veranstalter er ist und somit „Pate” von Sturm auf die Burg”. Niklas Raffin war schnellster Mann mit 6:52 Minuten über die anspruchsvolle Distanz. Ebenfalls vom TSV Krofdorf-Gleiberg, Verena Goldfuß, mit 8:08 die schnellste Frau. Gemeinsam mit Sören Gärtner bildeten die beiden auch die schnellste Mannschaft. Ein weiterer Name, der für ungläubiges Staunen sorgte, ist Daniel Mauser, der die Strecke in diesem Jahr insgesamt 168 Mal bewältigte. Der Mediziner und außergewöhnliche Ausdauersportler ist bekannt für seine Everestings und Double-Everestings mit über 18.000 Höhenmeter. Dem, der nicht nur das eigene Gewicht, sondern zusätzlich noch 35 weitere Kilos trug, gebührte ebenfalls Hochachtung: Feuerwehrmann, Till Heller, vom Team „Festungsflitzer”,schaffte die Strecke mit gesamter Ausrüstung, inklusive Sauerstoffflasche in Benutzung beim atmen, in bravourösen 19:49 Minuten und unterstrich damit seine hervorragende Leistungsfähigkeit in der ELITE-Feuerwehr-Wertung. Jürgen Leib, in seiner Doppelfunktion als Geldgeber und -nehmer, dankten allen, die im Hintergrund mitgewirkt hatten, stellvertretend und im Besonderen, Andreas Läufer. Dessen Freund und langjähriger sportlicher Weggefährte, Michael Lederer, hatte es sich nicht nehmen lassen, ihm mit blumigen und launigen Worten Respekt und Anerkennung für sein Organisationstalent als engagierter Rennleiter zu zollen. Der erlaufene Spendenbetrag wird, wie der Schatzmeister bekanntgab, zur Finanzierung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung für den Turm der Burg verwendet.

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