
Dr. Gert Fisahn (rechts) mit einigen der ehemaligen Bürgermeistern des Landkreises Gießen, Horst Röhrig, Günter Leicht, Wilfried Eckl, Horst Hormann, Thomas Bender und Gerhard Schmidt (v.l.)
(Foto: Volker Mattern)
(vm).Sie sind nach wie vor rührig und häufig unterwegs – ehemalige Bürgermeister aus dem Landkreis Gießen und vor allem nehmen sie immer noch Teil an den Entwicklungen und Geschehnissen in ihren Kommunen, in denen sie einst aktiv wirkten und kommunalpolitisch mitgestalteten. Der Gewerbepark West in Krofdorf-Gleiberg war jüngst das Ziel der interessierten Senioren und dort genau galt ihr Interesse der Firma PVA TePla AG. Hier fand ein freundlicher Empfang durch Public Affairs, Dr. Gert Fisahn statt. Einer Betriebsführung durch die Produktionshallen ging zunächst im großen Konferenzsaal der theoretisch Teil in Form einer Powerpoint-Präsentation der Besichtigung voraus. Der Zeitrahmen für diese Einstimmung sah rund 10 Minuten vor, doch schon sehr bald zeigte sich durch ein großes Interesse der Gäste, mit vielen Fragen und einem anregendem Austausch, dass das angedachten Zeitfenster eher sportlich angesetzt war. Wettenbergs Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt hatte diesen Besuch organisiert. Zu Beginn skizzierte er die Entwicklung des ökologisch optimierten Gewerbe- und Umweltparks, der seinerzeit in den 90er vor dem Hintergrund der Neuentwicklung künftiger Gewerbeflächen entstand. Die Idee hatte Modellcharakter und stieß bei allen Entscheidungsträgern und Genehmigungsbehörden auf Landes-, RP- und Kreisebene auf offene Ohren und Unterstützung. Moderne Trennsysteme von Abwässer und Niederschlagswasser sowie eine Nahwärmeversorgung und die Durchführung aller Ausgleichsmaßnahmen innerhalb der 14 Hektar großen Fläche waren die wichtigsten Säulen, auf denen das Konzept Gewerbepark- und Umweltpark fußte. Ziel war die Schaffung möglichst vieler interessanter Arbeitsplätze und eine Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen. Durch die Gründung der Gewerbepark- und Umweltpark GmbH konnten die Planung, Erschließung und Finanzierung offen und transparent abgewickelt werden. So entstanden mehr und mehr Arbeitsplätze – aktuell sind es rund 1.900. PVA TePla ist ein weltweit agierendes Unternehmen und verlegte 2008 durch den Firmengründer Peter Abel seinen ursprünglichen Sitz von Aßlar nach Wettenberg. Dabei entstand für rund 25 Millionen Euro im Krofdorfer Westpark ein neues Firmen-Gebäude mit 26.000 Quadratmetern (davon 13.000 Quadratmeter Nutzfläche für Produktion und Verwaltung). „Wir wollen sichtbarer werden und uns nicht mehr zu sehr unter dem Radar bewegen, sagte Gert Fisahn zu den Ambitionen im Sinne von mehr Öffentlichkeitsarbeit. Das börsennotierte Unternehmen beschäftigt am Standort Wettenberg 400 Mitarbeiter. Weitere Standorte sind in Jena und Westhausen und in den weiteren Standorten in Italien, Frankreich, Nordamerika, Korea, Singapur, China und Japan arbeiten insgesamt 1.000 Menschen in den Tochtergesellschaften. Die Züchtung hochwertiger Kristalle, die Qualitätsinspektion komplexer Bauteile für die Halbleiterindustrie sowie Vakuum- und Hochtemperatur-Technologie zur Herstellung leistungsfähiger Werkstoffverbünde stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Als zentralen Bestandteil des Geschäftes beschrieb Gert Fisahn die Qualitätsinspektion als Wachstumstreiber. Das Unternehmen nimmt weltweit eine Spitzenstellung in der Qualitätsinspektion von Halbleiterbauteilen mittels Ultraschall ein. Die PVA TePla AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem gestiegenen Auftragseingang von rund 268 Millionen Euro abgeschlossen. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Konzernumsatz zwischen 255 und 275 Millionen Euro prognostiziert. Gert Fisahn sprach von einem anhaltend hohen Kundeninteresse an Lösungen, insbesondere im Metrologiebereich und einem gut gefüllten Auftragsbuch. Zunehmend investiere man auch in das Angebot und die Schaffung von Ausbildungsplätzen und habe auch viel in ein neues, hochmodernes Ausbildungszentrum investiert. Derzeit sind es gut 30 Auszubildende. Zudem sei die Zusammenarbeit im Studium Plus-Bereich, mit den Universitäten und Forschungsinstituten zu nennen. Die mit großer fachlicher Kompetenz durchgeführte Exkursion begeisterte alle Teilnehmer, die sich herzlich für das Engagement bei Gert Fisahn bedankten. Zum Ausklang eines erlebnisreichen Nachmittags trafen sich die Ehrenbürgermeister im Chinarestaurant im Augarten zu einem gemeinsamen Essen.










