Biebern Sie mit! – Initiative Nachhaltiges Gleiberger Land

Als Initiative von Menschen unserer Gemeinden wollen wir uns für lebenswerte Orte engagieren, uns mit Ihnen gemeinsam stark machen für eine lebendige Vielfalt der Natur, für saubere Luft, reines Wasser und gute Lebensmittel. Wir geben konkrete Handlungsempfehlungen für alle, die sich zu Hause, in der Familie oder auch im Job für gesunde und faire Lebensbedingungen einsetzen wollen, damit wir zuversichtlich miteinander in die Zukunft gehen können.

Hitzeschutz
Hitze und intensive Sonne sind unangenehm und belastend, wir können mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen oder Erschöpfung reagieren. Und bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Blutdrucksenker können unsere Fähigkeit, mit Hitze umzugehen, zusätzlich beeinträchtigen. Von Hitzewellen sind besonders ältere oder chronisch kranke Menschen betroffen, genauso Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder, ebenso Menschen, die tagsüber im Freien arbeiten müssen. Aber auch die Natur leidet, Tiere und Pflanzen geraten unter Druck. Wenn starke UV-Strahlung, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und steigende Ozonwerte zusammenkommen, wie es derzeit der Fall ist, kann es sogar gefährlich werden.

Viel viel trinken! Starkes Schwitzen kann dem Körper Elektrolyte entziehen, diese können wir z. B. in Form von leichter Schorle wieder zuführen. Ein Trink-Wecker zur Erinnerung und eine Trinkflasche für unterwegs machen Sinn. Alkohol und Koffein besser vermeiden, da sie den Kreislauf zusätzlich belasten.

Luftige Kleidung aus atmungsaktiven Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Lyocell oder Viskose ist angenehmer auf der Haut als Synthetikfasern. In der Sonne sollten wir bevorzugt helle Kleidung wählen und am besten eine Kopfbedeckung tragen. Sonnenschutzmittel nicht vergessen, am besten leichtes Fluid oder Spray, sodass das Schwitzen nicht eingeschränkt wird. Und möglichst häufig den Schatten aufsuchen.

Elektrische Geräte im Hinblick auf ihre Wärmeemissionen besser nur morgens oder abends/nachts laufen lassen.

Richtiges Lüften, am besten sog. Querlüften in den kühleren Morgen- und Abendstunden, tagsüber geschlossene Fenster und zusätzlich „auf Ritze” heruntergelassenen Jalousien können bis zu zwei Drittel der Wärme draußen halten. Klimaanlagen sollten auch aus gesundheitlichen Gründen nur da eingesetzt werden, wo es unbedingt notwendig ist.

Bäume und große Sträucher schaffen kühle grüne Oasen: Sie machen Schatten, bremsen austrocknenden Wind und senken die Umgebungstemperatur bei Hitze bis zu etwa 3 Grad! Den Unterschied merken wir z. B. deutlich, wenn wir bei Hitze aus dem Feld kommend den Wald betreten oder auch auf der Außentemperaturanzeige des Autos beim Durchfahren von unterschiedlichen Landschaften. Weniger Asphalt, Schotter, Pflaster und auch weniger Rasenflächen – und stattdessen zusätzliche Bäume, Sträucher sowie eine passende Fassaden- und Dachdämmung wie -begrünung können (auch bei Altbeständen) überdacht werden.

Auch an die Tiere denken: Diese leiden ebenfalls unter Hitze und Durst und bedürfen kühler Ruheplätze. Zu heißer Asphalt kann zu Verbrennungen der Pfoten unsere Vierbeiner führen. Im Garten oder Hof und auf dem Balkon aufgestellte flache Wasserschalen bieten Vögeln und Insekten kühles Nass. Geben wir ein paar Steine dazu, die aus dem Wasser ragen, schützen wir Insekten vor dem Ertrinken. Die Schalen sollten regelmäßig gereinigt und das Wasser ausgetauscht werden. Empfehlenswert sind zwei Schalen im Wechsel: Während die eine in Gebrauch ist, kann die andere in der Sonne trocknen und wird dadurch gleich desinfiziert.

Bleiben wir in Kontakt miteinander und achten wir aufeinander: Alleinlebende, vor allem ältere Menschen benötigen vielleicht Hilfe. Sind wir unterwegs in der Stadt, gibt es kühle Räume, z. B. die Bücherei, Märkte oder Cafés, in denen wir uns erholen können. Bei Unwohlsein unterstützen und beraten Apotheken und natürlich unsere Hausarztpraxen. In der Sonne stehend können Autos zur (mitunter tödlichen) Hitzefalle werden, deshalb niemals Kinder und Tiere im Auto allein zurücklassen!

Quelle: Broschüre des Umweltinstitut München e.V. „Hitzeschutz im Alltag: Anpassen, schützen, vorbeugen”, diese kann auf der Homepage www.umweltinstitut.org kostenlos heruntergeladen werden.

Mitmachen: Schreiben Sie uns unter hallo@nachhaltigesgleibergerland.de oder besuchen Sie uns auf unserer Homepage www.nachhaltigesgleibergerland.de.

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