Bewusstsein für gesundheitsgefährdende Abfall schärfen – Kippenchallenge ergab 3065 gesammlte Kippen in Krofdorf-Gleiberg

„Wir wollten das Bewusstsein der Menschen für diesen nicht nur unschönen, sondern auch gesundheitsgefährdenden Abfall schärfen”, so Vera Fillies.

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Man nimmt sie kaum war, die kleinen Stummel auf den Gehwegen, oder am Straßenrand in den Abflussrinnen. Wenn man sie aber in konzentrierter Form in einem kleinen Behältnis sieht, ist der Anblick unappetitlich. Die Kippenchallenge war ein voller Erfolg – oder vielleicht besser, ein trauriger Erfolg, der aber nachdenklich stimmen sollte.Das KuKuK-Projekt (Kunst- und Kulturkreis Wettenberg) „Herzensmenschen” und Vera von muellmussweg.de hatten gemeinsam zur Kippen-Challenge in Krofdorf-Gleiberg aufgerufen. Mit dieser besonderen Art der Säuberungsaktion wurde Straßen, Wege und Plätze des Dorfes von Zigarettenresten befreit werden. Am Ende waren es 3065 Kippen. Rund 30 Personen haben mit gesammelt, waren viele Stunden mit Handschuhen, Handfeger und Schaufel, ausgedienten Grillzangen und Müllgreifer und Gefäße oder Tüten unterwegs. „Bemerkenswert fand ich einen Mann, der 350 Kippen gesammelt hat und eine ältere Dame, die die Gelegenheit nutzte und ihre Enkel mit auf die Sammeltour nahm. Zusammen haben sie 73 Kippen aufgehoben”, zeigte sich Vera Fillies von muellmussweg.de beeindruckt. Sie betreute während der Aktion einen Infostand in der Hauptstraße, vor dem Volksbankgebäude, wo insbesondere Aufklärung über den gesundheitsschädlichen Aspekt von Kippen informiert und aufgeklärt wurde. Alleine in Deutschland werden jährlich etwa 106 Milliarden Zigaretten geraucht, von denen zwei Drittel auf dem Boden landen, war auf einen Infoblatt des BUND zu lesen. Die Filter der Zigaretten sind aus Kunststoff und werden nicht abgebaut, sondern enden als Mikroplastik, was Vera Fillies besonders schlimm findet. Wichtig sei es, bei dieser Aktion all dies in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, sagt sie. Raucher kamen auch an den Stand und für die gab es gratis NABU-Taschenaschenbecher zum mitnehmen. Etliche Menschen hätten den Wunsch geäußert, dass sich die Aktion wiederholen möge. Sie war aber auch mit einer Spendenbitte verbunden. 660 € kostet nämlich die Anschaffung einer Tiger City-Bee (Kippensauger). Dieses Ziele konnte (noch) nicht ganz erreicht werden. 93 € kamen zusammen, durch Personen, die direkt am Stand spendeten als auch bislang auf das Konto des Vereins zur Förderung des Natur- und Vogelschutzes Wettenberg e.V. Auf dieses Konto mit der IBAN DE 38 5139 000000106755 02 kann unter Angabe des Verwendungszweckes „Kippensauger” weiter gespendet werden.Wenn der Betrag von 660 € überschritten wird, geht der Überschuss zu gleichen Hälften an den Gleiberg-Verein und den Förderverein Natur- und Vogelschutz. Mehr unter muell@ermunternd.de oder info@herzensmenschen-gleibergerland.de.

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