Als Initiative von Menschen unserer Gemeinden wollen wir uns für lebenswerte Orte engagieren, uns mit Ihnen gemeinsam stark machen für eine lebendige Vielfalt der Natur, für saubere Luft, reines Wasser und gute Lebensmittel. Wir geben konkrete Handlungsempfehlungen für alle, die sich zu Hause, in der Familie oder auch im Job für gesunde und faire Lebensbedingungen einsetzen wollen, damit wir zuversichtlich miteinander in die Zukunft gehen können.
Perfektionismus kontra Nachhaltigkeit
Über alle Kanäle – Fernsehen, Soziale Medien, Radio, Influencer, gedruckte Werbung -bekommen wir vermittelt, dass unser persönliches Glück und unsere Zufriedenheit in hohem Maße davon abhängen, dass unser eigenes Umfeld perfekt gestaltet ist.
Abgesehen davon, dass uns das enorm unter Druck setzt und auch in der Regel einiges an Geld kostet, wenn es um Anschaffungen, Gestaltung und Äußeres geht, sind diese Anforderungen oftmals wenig nachhaltig.
Wenn alles ständig pikobello aussehen soll, ist Einiges an Aufwand nötig. Gegenstände, auch wenn sie eigentlich weiterhin nutzbar sind, müssen auf den Müll, weil sie nicht mehr modern oder stimmig sind mit anderen Anschaffungen. Aus dem Ei gepellt, alles ohne Macke, so soll es sein! Aber wild zusammengestellt: das geht doch nicht!? Das betrifft eigentlich alle unsere Lebensbereiche, ob Kleidung, Einrichtung, Handtücher, Geschirr, Gläser, Besteck, Teppiche, Gartenmöbel und – unterstände, Beetpflanzen u.v.m.. Eventuell können diese Dinge an Menschen abgegeben werden, die bereit sind, diese gebraucht anzunehmen – dann gibt es glücklicherweise noch ein gutes Gewissen.
Mit Dingen sorgsam und erhaltend umzugehen, um sie lange nutzen zu können ist ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit. Rohstoffe, auch wenn sie nachwachsen, sind nur in der begrenzten Menge nutzbar, wie sie im gleichen Maße gleichzeitig wieder neu entstehen. Und das kann dauern! Viele Rohstoffe entstehen nie mehr wieder neu.
Daher bietet es sich an, Gegenstände, wenn sie nicht mehr makellos oder auch kaputt sind, zu reparieren oder anderweitig weiterzuverwenden – selbst, wenn sie dann nicht mehr ganz perfekt aussehen. Rohstoffweiternutzung und -erhaltung sind Grundlage eines zukunftsfähigen Lebensstils, also nachhaltig. Frühere Generationen nutzten Balken, Papiere, Möbel und Kleidung – auch umgeändert – so lange weiter, wie es nur irgend ging. Das funktioniert also und ruiniert nicht unsere Lebensgrundlagen! Der „Erdüberlastungstag”, d.h. der Tag, an dem Deutschland bei gerechter globaler Verteilung seine anteiligen weltweiten nachwachsenden Ressourcen aufgebraucht hat, war jedoch dieses Jahr bereits am 10. Mai.
Mitmachen: Schreiben Sie uns unter hallo@nachhaltigesgleibergerland.de, besuchen Sie uns auf unserer Homepage www.nachhaltigesgleibergerland.de, in unserer Facebook-Gruppe oder kommen Sie in unsere Grüne Stunde. Diese findet jeden dritten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr in der FairWandelBar statt, Gießener Straße 2 in Biebertal Rodheim.


