Deutschfranzosen gehen ihrem 50-Jährigen entgegen

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Wettenberg mit ihren rund 250 Mitgliedern bleibt in ruhigen Fahrwassern unterwegs. Als Förderer der kommunalen Partnerschaften mit Sorgues bei Avignon und Grigny/Rhône bei Lyon kümmert sie sich um die zivilgesellschaftlichen Begegnungen. Als Akteur der frankophilen Alltagskultur setzt der Verein im Gleiberger Land diverse Akzente, sorgt sich ums „önologische Wohlbefinden”, hat Autoren mit Frankreich-Kenntnis zu Gast, motiviert zum moderaten Boulespiel, pflegt das anregende Miteinander und hilft der Gesamtschule Gleiberger Land ideell und finanziell bei deren Bemühungen, das Interesse am Nachbarland und an einem demokratischen Europa wachzuhalten.

Dieser Tage trafen sich rund 35 Mitglieder im Gleiberger Gemeinschaftshaus zur Hauptversammlung, zum Bilanzieren der 2025er Aktivitäten, zum Entlasten des Vorstandes, zum Würdigen der Arbeit einer herausragenden Mitstreiterin – und nicht zuletzt zum Strukturieren eines Weges, an dessen Ende, im Mai 2027, ein Jubiläum stehen wird. 50 gemeinsame, mit den französischen Freunden intensiv gestaltete Jahre sind dann zu bewerten, zu feiern.

Zu Beginn der von dem aus der Schieferstraße in Krofdorf stammenden Vorsitzenden Moritz M. Månsson geleiteten Versammlung gedachte man langjähriger, nun verstorbener Weggefährten. Darunter Reiner Pfeiffer, Gaby Koch, Jürgen Roß-Walter, Thomas Linnenberg und – auch er war den Wettenberger Deutschfranzosen sehr gewogen – der Journalist Georg Stefan Troller.

Für 2025 bilanzierte Månsson die vielköpfig bestrittene Fahrt in die Normandie zu den Angehörigen des in Krofdorf 1943 tödlich verunglückten Kriegsgefangenen Eugène Lebrun, den Krämermarkt mit Gästen aus Grigny und der Einweihung des Grigny-Platzes (Boulodrôme) an der Wißmarer Straße in Krofdorf, das internationale Jugendcamp in Zsambek/Ungarn, die Gedenkfeier zur „Train Fantôme”-Deportiertenzug-Passage 1944 in Sorgues und – neben weiteren Aktivitäten – die Teilnahme am „Salon des Vins” mit einem Oberhessen-Stand in Grigny.

Der Kassenbericht von Guido Hofmann und Margitt Fries-Volgmann bescheinigte „Trésorier” Michael Tembeck ausgezeichnete Arbeit. Entlastung!

Ehrung bei den Wettenberger Deutschfranzosen: Die nimmermüde Gabi Rundnagel (3.v.r.) im Kreis ihrer Freundinnen und Freunde aus dem Vorstand, darunter Vorsitzender Moritz M. Månsson (hinten, Mitte) und Vize Ralf Volgmann (rechts). (Foto: Geli Wenzel)

Ausdrücklich würdigte Månsson die Arbeit von Vorstandsmitglied Gabi Rundnagel, die seit Mitte der 1990er Jahre zu den Aktivposten zählt; im Verein ebenso wie bei der Gestaltung von Begegnungen mit Sorgues sowie bei der DFG-Präsenz bei lokalen Festivitäten. Stichwort: Weinstand. Rundnagel war die Gattin des 2018 zu früh verstobenen Kassierers Michael Harenberg, kümmerte sich ums Protokoll, verantwortet zudem den (nur für Mitglieder offenen) Weinkeller des Vereins. Sie ist eine Nimmermüde – und nie eine, die sich in den Vordergrund drängt. Blumen gab es, eine Einladung auf Burg Gleiberg – und schier endlos klingenden Beifall.

Wie weiter? In Kürze gastiert in Sorgues/Bédarrides das Orchester der Liebigschule Gießen. Zum Krämermarkt (Christi Himmelfahrt) kommen Gäste aus Sorgues und Grigny. Für Mai/Juni ist Autor Christoph Sator eingeladen, um auf Burg Gleiberg sein Chanson-Buch „La Vie En Rose” (Verlag KiWi) vorzustellen. Das tri-nationale Jugendcamp findet im Sommer in französischen Partnerstädten statt. Die Gesamtschule fährt mit Französisch-Schülern nach Lyon und Grigny. Die Wettenberger sind einmal mehr eingebunden in die „Train Fantôme”-Gedenkfeier in Sorgues, wohin – vielleicht – eine weitere Fahrt im Herbst führt. Mit dem „Salon des Vins” endet das Vereinsjahr.

An dessen Ende wird man sich dem eigenen Jubiläum zuwenden: Im Mai 2027 blickt die DFG auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück, setzt dabei auf Gäste aus den beiden Partnerstädten ebenso wie aus Lebruns Heimat Saint Michel de Montjoie. Hofft zudem, in Krofdorf für den „Train Fantôme” einen Gedenkort schaffen zu können. Zumal sich dann auch die Jumelage mit Sorgues zum 55. Male jährt.

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