Glanzvoller Literatur-Abend der Deutsch-Französischen Gesellschaft auf Burg Gleiberg

Bestseller-Autor Alexander Oetker zu Gast bei den Wettenberger Deutsch-Franzosen: „Krimi-Trilogie à la française” mit Zugabe – Großer Applaus der Zuhörer – Bücher gleich vor Ort mit Autogramm versehen

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg (ws). Der Rittersaal auf Burg Gleiberg bot das passende Ambiente für die Lesung des Bestseller-Autors Alexander Oetker. Die 120 Zuhörer lauschten Oetkers „Krimi-Trilogie à la française”. Norbert Schmidt hatte für die Deutsch-Franzosen Wettenbergs den Gast aus Berlin mit launigen Worten willkommen geheißen und zeigte sich erfreut über die außerordentlich gute Resonanz, die die Lesung fand. So fragte Norbert Schmidt: „Was tischt uns heute der „Feinschmecker” auf? In Anspielung auf Oetkers Kochbuch und seine Kochkünste”. Oetker war nach 2002 zum zweiten Male zu einer Lesung auf Burg Gleiberg. Er konstatierte: „Ich freue mich, hier zu sein hier auf der wunderschönen Burg mit ihrer wunderbaren Schänke. Für die Zuhörer waren es Momente eines besonderen literarischen Genusses, versetzte Oetker doch das Publikum mit seinen Szenarien von Land und Leuten, detailreichen Schilderungen der Situationen, gekonnt an die Orte des Geschehens. „Ich habe Straßen und Restaurants erwähnt, damit Sie sie nachfahren können und dort einkehren können”, wandte sich Oetker ans Publikum.

So gab der Bestseller-Autor Alexander Oetker, der sich vor zehn Jahren aufgemacht hatte, mit seinem in der Region Aquitaine ermittelnden Kommissar Luc Verlain eine Duftmarke zu setzen auf dem gut bestellten Feld der deutschsprachigen Kriminalromane für eine frankophile Leserschaft, Einblick in eine spannende und unterhaltsame Krimi-Trilogie aus seinen aktuellen Titeln: „Strandgut”, „Léon und die Frau im blauen Kleid” sowie „Lacroix und der Flussschiffer von der Seine”. Mit dabei Luc Verlain und dessen Herzensdame Anouk Filipetti – im zehnten Fall der Reihe -, die bei den Nudisten in Montalivet an den Atlantikstränden vor Bordeaux ermitteln. Eine neue Spielwiese eröffnete sich Oetker mit dem „Kieberer” Léon de Cavallier und dessen zupackender Kollegin Nadia Bentaleb, die an den Gestaden der Côte d’Azur dem Bösen auf der Spur sind. In Nizza spült das Meer nächtens die Leiche einer jungen Frau in einem blauen Kleid an den Strand. Was hat sich draußen im Dunkel auf dem Wasser zugetragen? Dieser Krimi ist ganz aktuell und erst vor kurzem erschienen.

Zudem streifte Alexander Oetker an diesem Abend mit dem Publikum noch ein wenig durch Paris, wo der ungemein landeskundige Autor 2019 unter dem Pseudonym Alex Lepic den Maigret-Verschnitt Lacroix platzierte, einen kauzigen Kommissar alter Schule. Während des Abends in den historischen Gemäuern der Burg genoss das Publikum Oetkers verbal-phonetisch glanzvolle Lesung und sparte nicht mit Applaus für den Erfolgsautor. In der Pause war Gelegenheit seine Bücher von ihm persönlich mit einer Widmung samt Autogramm zu einem Unikat gedeihen zu lassen. Dazu hielt die Krofddorfer „Büchertreppe” mit Inhaberin Sabine Loh ein breites Angebot von Oetkers Werken bereit. Die Pause bot auch Zeit und Gelegenheit mit dem Autor ins Gespräch zu kommen und einen guten Tropfen aus der Horn’schen Gastronomie zu genießen.

ZUR (KURZ-)VITA: Alexander Oetker, geboren am 20. März 1982 in Ost-Berlin, wuchs am Penzlauer Berg und in Wandlitz/Brandenburg auf, ist Journalist und Autor. Für RTL Deutschland war er von 2008 bis 2012 Leiter des Frankreich-Studios in Paris. Oetker studierte Sozial- und Politikwissenschaften. Seit 2021 ist er der Kolumnist und Frankreich-Korrespondent für das deutsche Gourmetmagazin „Der Feinschmecker”. Mit seiner Familie lebt Alexander Oetker in Berlin und Brandenburg. Als der erste Roman mit dem Pariser Commissaire Lacroix, Lacroix und die Toten vom Pont-Neuf, veröffentlicht wurde, rätselten die Medien, welcher Autor sich hinter dem Pseudonym Alex Lépic verbarg.

Den mehr als kurzweiligen Literatur-Abend beschloss der Autor mit Auszügen aus dem als Wohlfühlbuch des Jahres – für ein ruhigeres und stressfreies Leben bezeichneten Buch „Es kann so schön sein, das Leben” und zitierte: In unserem schnelllebigen Alltag nehmen Stress und schlechte Laune allzu oft eine große Rolle ein. Wir nehmen uns keine Zeit, um zu genießen, machen Überstunden und ärgern uns über Kinderlärm. Wie gerne würden wir dagegen so leben wie die Menschen im Süden: innerlich gelassen, naturverbunden und der Lebensfreude zugeneigt bis ins hohe Alter.- Oetker, stets als Korrespondent stets auf Reisen und als Restaurantkritiker auch Genießer von Beruf, erzählte dem Publikum im rustikalen Rittersaal – sozusagen als Perspektiv-Öffnung – auf wunderbar leichte Weise von den Menschen in den südlichen Ländern und von den Geheimnissen des Dolce-Vita-Prinzips. Diese bestehe nicht nur aus Olivenöl und Siesta, sondern mache eine ganze Philosophie aus, die immer wieder aufs Neue beweise „Es kann so schön sein, das Leben”.

Norbert Schmidt dankte allen, dem Gleibergverein mit dem anwesenden 2. Vorsitzenden Gerhard Schmidt für den zur Verfügung gestellten Rittersaal, der Technik, dem Horn’schen Gastronomie-Team, dem Erfolgsautor für sein Kommen, und nicht zuletzt dem Publikum, das auf einen großen literarischen Abend. Norbert Schmidt gab dem Oetker-Gourmet „Hausmacher Kost” von Metzger Mandler in Kinzenbach, garniert mit der CD von Nora Schmidt „Chancons” als „Wegzehrung” mit auf den Weg. Ein Literatur-Event, der „kriminell, kulinarisch und köstlich” nachklingen wird.

Inhaltlich und verbal-phonetisch begeisternd: Erfolgsautor Alexander Oetker.
Foto. Klaus Waldschmidt

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