Tim Mattern, Maik Sommerhage, Klaus Richarz, Manfred Delpho, Leonhard Neiberger (v.l.)

(Foto: Volker Mattern)

(vm).War es Zufall? Am 3. März fand eine Informationsveranstaltung des Vereins „Windstill.Waldstark” statt. Der „Tag des Artenschutzes” ist alljährlich auch am 3. März. 1973 wurde im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens ein Abkommen unterzeichnet, wodurch bedrohte, wildlebende Tiere und Pflanzen geschützt werden sollen. Die gibt es auch im Krofdorfer Forst. Hinter dem Thema seiner Informationsveranstaltung „Windkraft im Krofdorfer Forst” hatte der Veranstalter ein Fragezeichen gesetzt. Das Vorhaben des Baues von Windenergieanlagen treibt die Menschen, vornehmlich in Wettenberg, um und spaltet. Knapp 300 Gäste konnte Dr. Tim Mattern vom NaBu Wettenberg im Wißmarer Bürgerhaus begrüßen – er moderierte den Abend, bei dem durch zwei Fachvorträge Argumente auf den Tisch gelegt wurden, die sich klar gegen den Bau solcher Anlagen im größten zusammenhängenden Waldgebiet Hessens wenden. Dies nicht, aus grundsätzlichen Erwägungen, sondern basierend auf Ergebnissen von Studien, Forschungen und wissenschaftlichen Untersuchungen, wonach belegbar negative Auswirkungen für die Tier- und Pflanzenwelt als sicher gelten. Immer wieder gab es viel Applaus und der war durchaus Indiz dafür, dass die meisten der Gäste das Vorhaben wohl ebenfalls ablehnen. Artenkrise und Klimakrise müssten aber stets zusammen gedacht werden, sagte Tim Mattern und auch die Referenten unterstrichen, dass Klima- und Artenschutz nicht gegeneinander ausspielt werden sollen. Darauf verwies auch Leonhard Neiberger, Sprecher des Vereins. Windräder im Krofdorfer Forst seien aber nachgewiesen ineffizient. Maik Sommerhage, Vorsitzender des NaBu Hessen, befasste sich in seinem Vortrag, „Windenergie und Artenschutz – Forderungen für einen naturverträglichen Ausbau” mit diesem Spannungsfeld. Dabei machte er zunächst deutlich, dass man die Notwendigkeit der Energiewende nicht in Frage stelle, aber sie müsse naturverträglich erfolgen. Der Krofdorfer Forst ist bekannter Maßen ein in sich geschlossenes und nahezu unzerschnittenes Waldgebiet, mit Fauna-Flora-Habitat und besitzt einen sehr hohen, ganzheitlichen Wert für Mensch, Tier und Pflanze. Der Krofdorfer Forst sei kein Vorranggebiet für Windenergieanlagen, so Maik Sommerhage, denn er beinhalte eine Fläche von gut 800 ha FFH-Gebiet und auch die Randbereiche seien naturschutzfachlich von Interesse. Zudem belebten wertgebende Arten, wie beispielsweise Kammmolch, Schwarzstorch, verschiedene Fledermausarten und die Wildkatze, dieses Waldgebiet. Naturräume würnden immer mehr zurückgedrängt durch einen multifaktoriellen Landschaftswandel, hervorgerufen durch zunehmende Verkehrsdichte, Siedlungswachstum, Intensivierung von Land-und Forstwirtschaft und die Energiewende. Zum aktuellen Stand der Windenergie in Hessen sprach er von derzeit rund 1 Prozent der Landesfläche, das bedeute 1.200 Anlagen. Das Ziel des Hessischen Energiegipfels nach Fukushima sieht 28 Terawattstunden vor. Bei 10 ha pro Windenergieanlage wären das etwa 3000 Anlagen, laut dem Landesentwicklungsplan und somit knapp 2 Prozent der Landesfläche, inbegriffen der Wald, der über 40 Prozent dieser Fläche ausmache. Die gesetzlichen Regelungswerke auf EU-Basis sowie des Bundes und der Länder favorisieren die Windenergie zu Lasten des Individuenschutzes. Die Folgen der Ampelregierung mit dem 4. Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hätten für Hessen die Konsequenzen einer nur geringen Einflussnahme auf beplante Vorranggebiete und sogar Planungen darüber hinaus seien möglich, um die Landesziele zu erreichen. „Es wäre besser gewesen, wenn der Bund dem hessischen Ansatz gefolgt wäre, da man auf einem guten Weg war”. Maik Sommerhage fordert eine großräumige Regionalplanung und weniger Polemik von beiden Seiten in den Diskussionen um Windkraft vor Ort. Abweichungsverfahren werden nicht unsere Unterstützung finden und wir werden ggf. alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen, so seine klare Ankündigung. „Warum Windenergie im Wald so kritisch ist”, erläuterte anschließend der Naturschutzexperte, Dr. Klaus Richarz, in seinem Vortrag. Windkraftanlagen im Wald können grundsätzlich Fortpflanzungs- und Ruhestätten von Arten beeinträchtigen, Kollisionen verursachen, oder als Barriere in essenziellen Flugkorridoren wirken. Anhand des Rotmilans, von dem 50 Prozent der Weltpopulation in Deutschland brütet und davon wiederum 10 Prozent in Hessen, machte der deutlich, wie gefährdet diese Vögel sind. 75 Prozent aller Ortungen lägen innerhalb eines Radius von 2 Kilometer um das Nest, was ein signifikantes Tötungsrisiko beinhalte. Beim Schwarzstorch sei ein hohes Meideverhalten im Horstumfeld zu verzeichnen, was den Bruterfolg beeinträchtige, da dieser mit einer längeren Besetzungsdauer des Brutplatzes steige. Der Referent kritisierte die Unterschreitung von Mindestabstandsempfehlungen für Brut- und Rastplätze. Teilweise würden durch Erlasse diese weitgehend außer Kraft gesetzt. Dramatische Folgen auch für die verschiedenen Fledermausarten, von denen jährlich in Deutschland bis zu 250.000 den Windenergieanlagen zum Opfer fallen. Kollisionen und ein Platzen der Lungen infolge Druckunterschiede in Anlagennähe seien die häufigsten Todesursachen. „Im Krofdorfer Forst wären die durch den Bau von Windkraftanlagen verursachten Schäden nicht nur als vernachlässigbar, sondern als erheblich einzustufen seien, prognostizierte Klaus Richarz. Auch er bemühte gesetzliche Regelungen und verwies darauf, dass die EU-Notfallverordnung es ermögliche, stark verkürzte, artenschutzrechtliche Prüfungen vorzunehmen, und gar eine Eingriffskompension durch geldwerte Ausgleichsmaßnahmen, also ein Freikaufen, vorsehe. Zudem könnten mit der Gemeindeöffnungsklausel Kommunen ihre Flächen für Anlagen ausweisen, die nach der Regionalplanung bislang ausgeschlossen waren. Die Bürger Wettenbergs könnten sich glücklich schätzen, ein so großes Waldgebiet vor der Haustür zu wissen. Mit dem Urnengang bei der Kommunalwahl könne jeder durch seine Stimme mit beeinflussen, wohin die Reise künftig hinginge, sagten beide Referenten. Der Naturfotograf Manfred Delpho, präsentierte abschließend in seiner Multivisionsschau „Im Reich der urigen Buchen”grandiose Naturaufnahmen aus dem Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Windenergieanlagen im Krofdorfer Forst sind ineffizient und würden wertvollen Lebensraum zerstören

(Foto: Volker Mattern)

Daniela Sepehri „Aufbegehren für Freiheit – der Iran in Bewegung”

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Die Kirche – Raum für Trost, Schutz und Hoffnung. All diese Gefühle – auch Angst und Unsicherheit – hatten Platz in der katholischen Kirche St. Raphael in Wißmar. Besonders spürbar wurden sie bei Daniela Sepehri. Die Kirche, die bislang mit vielen Veranstaltung auch der Kultur, dem Diskutieren und Debattieren Platz bietet, hatte als Kulturkirche mit ihrem erfolgreichen Projekt „Luft nach oben” (www.ogy.de/Luftnachoben), gemeinsam mit der katholischen Erwachsenenbildung Limburg und Wetzlar, zu einem interaktiven Vortrag mit der deutsch-iranischen Aktivistin eingeladen. Spannender und aktueller hätten die fast zwei Stunden nicht sein können. Die deutsch-iranische Aktivistin, Publizistin und politische Kommentatorin analysiert seit Jahren die Entwicklung im Iran. Sie schreibt unter anderem für den „Spiegel” und die „taz”, ihre Worte erreichen die Menschen hierzulande in TV und Hörfunk, auf Instagram hat sie weit über einhunderttausend Follower und vor wenigen Tagen war sie auch wieder im Fernsehen bei „hart aber fair” zu sehen und zu hören. Nun saß sie vor knapp 100 Gästen, die durch diese Veranstaltung einen anderen Blick auf den Iran und die Geschehnisse dort bekamen und Dinge etwas besser einordnen konnten. Ihr Handy hatte Daniela Sepehri vor sich auf dem Tisch liegen. Falls es klingeln sollte, werde sie dran gehen, denn seit Tagen, mit Ausbruch des Krieges, habe sie keinen Kontakt mehr zu Freunden und Verwandten – Internet und Telefonverbindungen wurden blockiert. Was das für beide Seiten, für die Menschen dort und ihre Freunde, Bekannte und Familien, die im Ausland leben, bedeutet, machte sie eindrucksvoll und auf sehr lebendige und einfühlsame Art klar. Vor dem interaktiven Teil skizzierte sie zunächst rückblickend die Entwicklung und die Ereignisse in der islamischen Republik Iran mit seinem menschenverachtenden und brutalen Regime. „Der Krieg hat uns nicht überrascht” – mit dieser Feststellung ging sie gedanklich zurück in das Jahr 2017, wo erstmals in der Protestbewegung auch die Arbeiterschaft Parolen rief. Dies war ein klares Zeichen des Aufbegehrens, denn die Arbeiter galten als soziale Basis des Herrschaftsregimes. Als konservativ und damit Regimetreu galten auch die Basarhändler und die Niederlegung ihrer Arbeit war mit Blick auf 2022 ein sozio-kultureller Protestes, wie sie es formulierte, der das ganze Land überzog, worauf der Alleinherrscher, Ajatollah Ali Chamenei und seine Schergen mit Massaker und Hinrichtungen antworteten. So spitzte sich über die letzten Monate und Wochen die Lage im Land immer mehr zu. Die Proteste hätte längst alle Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten erfasst. Die Folge der Versuche, diese niederzuschlagen sind zehntausende von Toten, wobei die Aktivistin erklärte, dass sich diese Zahlen aufgrund der verhängten Nachrichtensperren und Blockaden der Medien, nicht genau verifizieren ließen, aber mit Sicherheit weitaus höher liegen dürften. Daniela Sepehri sprach davon, dass die Menschen im Iran schwerst traumatisiert seien, aber sie unterstrich, dass nur die Proteste niedergeschlagen wurden, nicht aber die Protestbewegung. Im Bewusstsein von Kontrollverlust und Untergang, wollte das Terrorregime noch möglichst viele Menschen in den Tot reisen, so ihr Empfinden. Dafür spreche auch die Terminologie der Gewaltherrscher, die erstmals die Protestanten als Terroristen bezeichneten. Dies habe eine neue Eskalationsstufe eingeläutet. Das Fordern von Freiheit, Würde und Menschenrechte bezahlten Tausenden, meist junge Menschen, mit ihrem Leben. Am schlimmsten sei die Situation für die politischen Gefangenen. Bei der Bewertung, vor allem der aktuellen Bewegung, ihrer Ursachen und Bedeutung kam Daniela Sapehri auch auf den kürzlich stattgefundenen 40. Jahrestag der Totes im Iran., bei dem man alljährlich der verstorbenen Angehörigen gedenkt, zu sprechen. Die Menschen bewegten sich diesmal aber singend, klatschend und tanzend durch die Straßen. Dies sei als ein weiteres deutliches Zeichen des Bruchs mit den Gewaltherrschern zu werten. Den Krieg hätten viele herbeigesehnt, in der Hoffnung, nach 47 Jahren die Machthaber endlich zu stürzen. Doch niemand könne sagen, wie es weitergeht. Das schlimmste Szenario, was sie sich vorstellen könne, sei ein Ende des Krieges, ohne dass das Herrschersystem gestürzt wurde. Während die Ziele Israels in diesem Krieg, nämlich die Destabilisierung des Regimes, klar seien, sei die große Unbekannte in Sachen Verlässlichkeit, Trump. Europa, allen voran die Bundesregierung, spiele mit Blick auf die Situation weder Innen- noch Außenpolitisch eine Rolle. Aus ihrer Sicht, so das klare Urteil von Daniela Sepehri, verschwinde in diesem undurchschaubaren Beziehungsgeflecht die BRD in der Bedeutungslosigkeit, was Einwirkungsmöglichkeiten beträfe. In der Diskussion gab es viele Fragen an die Aktivistin, etwa, wie der neue Mann auf der Oppositionsbühne, Mohammad Reza Pahlavi, einzuschätzen sei. Ob alleine das Erbe als Sohn des ehemaligen Schahs ausreicht, ihm eine Führungsrolle zuzutrauen, würden die Menschen unterschiedlich sehen, auch mangels eines erkennbaren politischen Profils. Beleuchtet wurden Fragen eines möglichen Flüchtlingsproblem, der Rolle und Reaktionen der Iran-Anrainerstaaten und nach einem möglichen bewaffneten Widerstand. Interessant zu beobachten ist auch die Rolle der Kurden, die zunehmend mit ins Spiel gebracht werden. In einer kaum durchschaubaren Machtstruktur des Iran, mit Revolutionsgarden, Militär und anderen regimetreuen Institutionen, die teilweise Staat im Staat sind, waren klare Antworten schwierig. Daniela Sepehri, berichtete von einer durch zivile Organisationen aufgestellten Charta der Mindestanforderungen, wonach durchaus Vorstellungen existieren, wie es nach einem Machtwechsel weitergehen könnte, denn es gäbe durchaus Gruppen, denen man eine Führungsrolle im Sinne von Freiheit und Demokratie zutrauen würde. Ob die Tatsache, dass nach ihrer Einschätzung nur noch sehr wenige Menschen als regimetreu gelten, eine Wende herbeiführen kann, ist derzeit nicht zu beantworten. Von der Einladung, durch den interaktiven Vortrag ins Gespräch zu kommen, Hinzuschauen, Mitzudenken und Nachzufragen, wurde reichliche Gebrauch gemacht. Edwin Borg von „Luft nach oben” und Annette Krumpholz von der Erwachsenenbildung hatten eingangs, als Vertreter der Veranstalter, betont, wie wichtig es sei, in Zeiten weltweit zunehmender, autoritärer Tendenzen, den Fokus auf die Frage zu richten, was Freiheit bedeute und wie konkret man den Menschen im Iran helfen könne.

Horst Mandler (links) und Andreas Läufer (rechts) vor der Preisverleihung des Hessischen Mundartpreises in Marburg

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Das Gesamtkonzept „Mundart Wanderweg Wettenberg” wurde für den diesjährigen Hessischen Mundartpreis nominiert, dessen Preisverleihung im Lokschuppen Marburg stattfand. Dieses heutige Industriedenkmal, das ursprünglich 1830 als Knotenpunkt für Lokomotiven zwischen Kassel und Frankfurt erbaut wurde, bot einen würdigen Rahmen für diese besondere Veranstaltung. Die Gemeinde Wettenberg hat bereits 2023, in Zusammenarbeit mit „Wettenberger Urgesteinen” einen Rundweg dort eingerichtet, wo die ehemaligen Ortsgrenzen von Launsbach, Wißmar und Krofdorf-Gleiberg aufeinandertreffen. Auf einer Weglänge von ungefähr 5 Kilometer können interessierte Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf zehn Hinweistafeln, die mit QR-Codes beschriftet sind, verschiedene Texte hören. Dabei wurde darauf Wert gelegt, alle drei unterschiedlichen Arten des Dialektes der Wettenberger Ortsteile mit einzubinden.und darüber hinaus gibt es für all diejenigen, die die Runde nicht mehr selbst zu Fuß bewältigen können, seit Frühjahr vergangenen Jahres eine Broschüre mit Texten und Bildern. Erstellt wurde sie von Andreas Läufer vom Fachdienst Senioren der Gemeinde Wettenberg und ist per Mail unter andreas.laeufer@wettenberg.de oder telefonisch unter 06406 – 90 66 35 (Mo.-Fr., 8-12 Uhr) erhältlich. Komplettiert wurde im Herbst 2025 das Gesamtkonzept „Mundart Wanderweg Wettenberg” mit einer detaillierten Ausschilderung, so dass der Weg von Station zu Station gut zu finden ist. Horst Mandler, einer der Wettenberger „Urgesteine” und Andreas Läufer nahmen in Vertretung der gesamten Projektgruppe an der Preisverleihung teil und erhielten für das Projekt eine Urkunde des Hessischen Ministers für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Herrn Ingmar Jung.

Heinz Sawellion und seine Lebensgefährtin Lilly erfreuen seit 10 Jahren die Seniorinnen und Senioren mit Musik und Gesang bei vielen Veranstaltungen und Events

Heinz und Lilly Sawelion und seine Lebensgefährtin Lilly bereichern seit einem Jahrzehnt mit ihrem musikalischen Engagement die Veranstaltungen und Events des Seniorenzentrums Gleiberger Land. Foto: Annette C. Waldschmidt

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg (ws). Es ist immer eine willkommene Abwechslung, wenn Heinz Sawellion in die Saiten seiner Gitarre greift und zusammen mit seiner Lebensgefährtin Lilly (Gesang) die Seniorinnen und Senioren des Seniorenzentrums Gleiberger Land musikalisch bei den verschiedenen Veranstaltungen und Events des Zentrums erfreut. Jetzt war ein besonderes Jubiläum zu feiern: Heinz und Lilly bereichern die „Seniorenrunde” seit einem Jahrzehnt. Das war Anlass für die Leitung des Zentrums F. Sadric, dem Ehepaar herzlich für sein Engagement in all den Jahren zu danken. Bereits während der Faschingsfeier im Februar wurden den beiden ein Blumenstrauß sowie ein Präsent überreicht. Die Leiterin des Zentrums lobte das Duo: „Ihr habt die Herzen der Menschen erfreut und im Alltag des Zentrums musikalisch und gesanglich für Abwechslung gesorgt.” Das Engagement und das Wirken des Ehepaares Sawellion sei nachahmenswert und beispielgebend sowie von großer menschlicher rund sozialer Kompetenz geprägt. Der musikalische Funke springe immer schon zu Beginn auf die Zuhörerschar über und sorge für Stimmung, lasse Sorgen vergessen und weite den Blick über die schönen Dinge des Lebens, zu denen auch die Musik gehöre.

Martin Bogner (mitte), ehrt Martina Schieferstein (links) und Barbara Kröck

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Der Obst- und Gartenbauverein Wißmar hatte seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte „Zum Sängereck” eingeladen. Auf der Tagesordnung standen auch Ergänzungswahlen. Alle zur Wahl stehenden Amtsinhaber wurden in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen bestätigt. Damit bleibt Barbara Kröck 1. Vorsitzende, Martin Bogner Kassenwart sowie Lothar Gerlach und Denise Zick-Hessler die beiden Beisitzer. Die Versammlung bot auch den Rahmen für zwei Ehrungen. Barbara Kröck wurde für ihre 10jährige Tätigkeit als Vorsitzende und ebenfalls für ein Jahrzehnt Vorstandstätigkeit Martina Schieferstein geehrt. In ihrem Geschäftsbericht blickte die Vorsitzende zurück auf die Vereinsaktivitäten. Dazu gehörte auch ein Resüme des Kelterbetriebs. 10 Tage wurde gekeltert Das Ergebnis von 13.500 Liter Most übertraf das aus dem Vorjahr 2024 um 70 Prozent. Der mit 11.255 Liter größte Teil des Mostes wurde pasteurisiert. Die Vorräte des gesunden und wohlschmeckende Apfelsaftes in den fünf Liter fassenden Kartons sind somit weiterhin gut gefüllt. Das Angebot des Obst- und Gartenbauvereins bei den Ferienspielen ließ bedauerlicher Weise nicht die Mindesteilnehmer erreichen, um es hätte angemessen durchführen zu können. „Draußen sein” war das Thema. Der Vorstand hat sich entschlossen, für 2026 kein Angebot zu machen. Im Rahmen des Geschäftsberichtes wurde noch an die anderen Termine erinnert, wie die Vereinsfahrt nach Aschaffenburg, das Helferfest im Obstgarten und den Familiennachmittag. In ihrem Schlusswort dankte die Vorsitzenden allen Helfern, merkte aber auch an, dass die Beteiligung jüngerer Menschen wünschenswert wäre. Für das laufende Jahr sind folgende Termine geplant. Gemeinsame Arbeitseinsätze jeden 1. Dienstag eines Monats. Am 11. April wird ein Veredlungslehrgang angeboten. Mit einem Getränkestand und Kuchenverkauf beteiligt sich der Verein am Krämermarkt an Himmelfahrt. Vereinswanderung ist am 21. Juni und am 15. November der Familiennachmittag. Die Jahreshauptversammlung schloss mit einem gemeinsamen Imbiss und einen Fotorückblick.

Andrea Ohrisch und Mike Mülich (links) übergeben den Scheck an Philipp Joeste

(Foto: Privat)

(vm).Zur Spendenübergabe an den „Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen e.V.” trafen sich zum Wochenbeginn vor der Station Peiper der Unikinderklinik Philipp Joester, Erzieher und Mitarbeiter im siebenköpfigen Team des Elternvereins sowie Andrea Ohrisch und Mike Mülich vom Vorstandsteam der Sängervereinigung Germania-Eintracht Wißmar. Überreicht wurde der Erlös aus dem gelungenen Weihnachtskonzert der Sängervereinigung vom vergangenen Dezember. Auch hatten die Chorleiter*innen auf ihre Weihnachtsgeschenke verzichtet, um den dafür veranschlagten Betrag dem guten Zweck zukommen zu lassen. Das Spendenziel auszusuchen, oblag dem gemischten Chor der Sängervereinigung, der sich für den regionalen Bezug nach Gießen entschied. Mit der Spende sollen die vielfältigen Aufgaben des Elternvereins unterstützt werden, die von den Mitarbeitern mit viel Herzblut umgesetzt werden (www.krebskrankekinder-giessen.de). Freunde des Chorgesangs möchten wir hier bereits vorab auf das Jubiläumskonzert von „Vocal pur” (Chor der Sängervereinigung) am 20.6.2026 um 19:00 Uhr in der Johanneskirche in Gießen zu dessen 30-jährigem Bestehen hinweisen. Auch dort wird bei freiem Eintritt um Spenden gebeten werden, um ein noch festzulegendes Projekt der Organisation GAiN zu unterstützen. Mehr unter www.saengervereinigung-wissmar.de

Vorsitzender und Wehrführer, Kai Gruber (2.v.r.) mit den Jubilaren

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Ehrungen und Wahlen prägten die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Wißmar. Vorsitzender Kai Gruber, gleichzeitig auch Wehrführer, wurde in seinem Amt bestätigt. Wiederwahl hieß es auch für den 2. Vorsitzenden Stefan Geng, Kassierer Hartmut Stroh, Schriftführer Michael Kiefer sowie die beiden Beisitzer Sven Ripcke und Andreas Hamel. Der Vorsitzende ehrte für 40jährige Treue die Mitglieder Uwe Bühls, Günther Cloos, Roland Elbert, Jürgen Franke, Holger Keil, Ernst Loh und Ursula Speier. Wolfgang Klar fehlte entschuldigt. Von den sechs Mitglieder, die seit 25 Jahren dem Verein angehören, fehlten alle. Der Förderverein hat nach aktuellsten Stand 310 Mitglieder, darunter auch die 17 Neuzugänge im Berichtszeitraum. In seinem Geschäftsbericht erinnerte Kai Gruber an die Veranstaltung „Baumglühen”, mit der das Vereinsjahr 2025 eröffnet wurde. Den Erlös spendeten die Feuerwehrkameraden den Wettenberger Waldkindergärten. Die Teilnahme am geselligen Vereinsleben in Wißmar bestand im Besuch des Frühschoppens der Kirmes und der Teilnahme des Vorstandes an der Sitzung aller Vereinsvertreter Wißmars. Die Tagesfahrt führte die Kameraden nach Koblenz. Mit einem zünftigen Oktoberfest bedankte sich der Vorstand des Fördervereins bei allen Helfern, die übers Jahr zu den unterschiedlichsten Anlässen für einen reibungslosen Ablauf bei allen Veranstaltung sorgten. In Ergänzung seines Geschäftsberichtes informierte Kai Gruber die Versammlung auch über Berichtenswertes aus der Einsatzabteilung. Sie verfügt derzeit über fünf weibliche und 27 männliche Mitglieder. 42 Alarmierungen galt es im vergangenen Jahr abzuarbeiten. Darunter auch der Scheunenbrand auf dem Hof der Familie Stroh. Der Wehrführer dankte allen Kameraden, die sich neben ihrer Teilnahme an den regulären Übungsdiensten auch durch die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen engagiert hatten. Sein Dank im Besonderen richtete sich auch an Franzi Bühls und ihrem Team, die durch ihr Engagement eine mitgliederstarke und motivierte Jugendfeuerwehr formten. Seit langer Zeit war es somit auch wieder möglich, an der Leistungsspange teilzunehmen. Bekanntzugeben war noch das Ergebnis der Wahlen der Einsatzabteilung. Stefan Geng wurde als stellvertretender Wehrführer in seinem Amt ebenso bestätigt, wie die beiden Sprecher der Einsatzabteilung, Florian Ruhs und Peter Magel.

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Wettenberg mit ihren rund 250 Mitgliedern bleibt in ruhigen Fahrwassern unterwegs. Als Förderer der kommunalen Partnerschaften mit Sorgues bei Avignon und Grigny/Rhône bei Lyon kümmert sie sich um die zivilgesellschaftlichen Begegnungen. Als Akteur der frankophilen Alltagskultur setzt der Verein im Gleiberger Land diverse Akzente, sorgt sich ums „önologische Wohlbefinden”, hat Autoren mit Frankreich-Kenntnis zu Gast, motiviert zum moderaten Boulespiel, pflegt das anregende Miteinander und hilft der Gesamtschule Gleiberger Land ideell und finanziell bei deren Bemühungen, das Interesse am Nachbarland und an einem demokratischen Europa wachzuhalten.

Dieser Tage trafen sich rund 35 Mitglieder im Gleiberger Gemeinschaftshaus zur Hauptversammlung, zum Bilanzieren der 2025er Aktivitäten, zum Entlasten des Vorstandes, zum Würdigen der Arbeit einer herausragenden Mitstreiterin – und nicht zuletzt zum Strukturieren eines Weges, an dessen Ende, im Mai 2027, ein Jubiläum stehen wird. 50 gemeinsame, mit den französischen Freunden intensiv gestaltete Jahre sind dann zu bewerten, zu feiern.

Zu Beginn der von dem aus der Schieferstraße in Krofdorf stammenden Vorsitzenden Moritz M. Månsson geleiteten Versammlung gedachte man langjähriger, nun verstorbener Weggefährten. Darunter Reiner Pfeiffer, Gaby Koch, Jürgen Roß-Walter, Thomas Linnenberg und – auch er war den Wettenberger Deutschfranzosen sehr gewogen – der Journalist Georg Stefan Troller.

Für 2025 bilanzierte Månsson die vielköpfig bestrittene Fahrt in die Normandie zu den Angehörigen des in Krofdorf 1943 tödlich verunglückten Kriegsgefangenen Eugène Lebrun, den Krämermarkt mit Gästen aus Grigny und der Einweihung des Grigny-Platzes (Boulodrôme) an der Wißmarer Straße in Krofdorf, das internationale Jugendcamp in Zsambek/Ungarn, die Gedenkfeier zur „Train Fantôme”-Deportiertenzug-Passage 1944 in Sorgues und – neben weiteren Aktivitäten – die Teilnahme am „Salon des Vins” mit einem Oberhessen-Stand in Grigny.

Der Kassenbericht von Guido Hofmann und Margitt Fries-Volgmann bescheinigte „Trésorier” Michael Tembeck ausgezeichnete Arbeit. Entlastung!

Ehrung bei den Wettenberger Deutschfranzosen: Die nimmermüde Gabi Rundnagel (3.v.r.) im Kreis ihrer Freundinnen und Freunde aus dem Vorstand, darunter Vorsitzender Moritz M. Månsson (hinten, Mitte) und Vize Ralf Volgmann (rechts). (Foto: Geli Wenzel)

Ausdrücklich würdigte Månsson die Arbeit von Vorstandsmitglied Gabi Rundnagel, die seit Mitte der 1990er Jahre zu den Aktivposten zählt; im Verein ebenso wie bei der Gestaltung von Begegnungen mit Sorgues sowie bei der DFG-Präsenz bei lokalen Festivitäten. Stichwort: Weinstand. Rundnagel war die Gattin des 2018 zu früh verstobenen Kassierers Michael Harenberg, kümmerte sich ums Protokoll, verantwortet zudem den (nur für Mitglieder offenen) Weinkeller des Vereins. Sie ist eine Nimmermüde – und nie eine, die sich in den Vordergrund drängt. Blumen gab es, eine Einladung auf Burg Gleiberg – und schier endlos klingenden Beifall.

Wie weiter? In Kürze gastiert in Sorgues/Bédarrides das Orchester der Liebigschule Gießen. Zum Krämermarkt (Christi Himmelfahrt) kommen Gäste aus Sorgues und Grigny. Für Mai/Juni ist Autor Christoph Sator eingeladen, um auf Burg Gleiberg sein Chanson-Buch „La Vie En Rose” (Verlag KiWi) vorzustellen. Das tri-nationale Jugendcamp findet im Sommer in französischen Partnerstädten statt. Die Gesamtschule fährt mit Französisch-Schülern nach Lyon und Grigny. Die Wettenberger sind einmal mehr eingebunden in die „Train Fantôme”-Gedenkfeier in Sorgues, wohin – vielleicht – eine weitere Fahrt im Herbst führt. Mit dem „Salon des Vins” endet das Vereinsjahr.

An dessen Ende wird man sich dem eigenen Jubiläum zuwenden: Im Mai 2027 blickt die DFG auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück, setzt dabei auf Gäste aus den beiden Partnerstädten ebenso wie aus Lebruns Heimat Saint Michel de Montjoie. Hofft zudem, in Krofdorf für den „Train Fantôme” einen Gedenkort schaffen zu können. Zumal sich dann auch die Jumelage mit Sorgues zum 55. Male jährt.

Streetballturnier FairPlay in der Sporthalle an der GGL

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Die Körbe hingen hoch und es waren keine „Riesen”, die hier versuchten den Ball zielgenau zu versenken. Zum 13. Mal fand in der Großsporthalle an der GGL (Gesamtschule Gleiberger Land) das Streetballturnier statt, das neben dem sportlichen Eifer auch den Lerneffekt von FairPlay vermitteln möchte. Es herrschte in der Sporthalle an der Wettenbergschule große Euphorie und eine tolle Stimmung. Acht Teams waren gemeldet und 70 Teilnehmer*innen zeigten, immer parallel auf sechs Spielfeldern, ihr Können mit dem Sportgerät. Das Organisationsteam der Veranstaltung setzte sich zusammen aus dem Kinder- und Jugendbüro Biebertal und Wettenberg, den Koordinatorinnen für Gemeinwesenarbeit der beiden Großgemeinden (ZAUG gGmbH), der Sozialarbeit an Schulen im Gleiberger Land (regionale Diakonie Gießen) und der Jugendförderung des Landkreises Gießen. In ihrem Grußwort zitierte die stellvertretenden Leiterin der GGL, Alexandra Kristan, aus einem Leitfaden für Lehrkräfte, wonach Streetball Jugendliche unterschiedlicher Nationen und Hautfarbe verbinde. Merkmale seien in der Regel der Verzicht auf Unparteiische und einheitliche Regeln. Damit fördere dieser Sport die soziale Kompetenz, wie Konfliktfähigkeit, Frustbewältigung und Toleranz. Sie beschrieb damit auch den besonderen Charakter von Streetball als eine abgewandelte Form vom klassischen Basketballspiel. Dazu gehört auch, dass eine Mannschaft nur aus drei bis fünf Spieler*innen besteht. Alexandra Kristan freute sich auch, den 1. Beigeordneten der Gemeinde Wettenberg, Ralf Volgmann unter den Gästen begrüßen zu können. Mit dabei auch diesmal wieder Viertklässler*innen der Grundschulen aus dem Gleiberger Land. Es gab drei Jahrgangsgruppen, die sich in die Jahrgangsstufen 4 und 5, 6 und 7 sowie 8 bis 10 aufteilten. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Geschwistern fieberten auf den Rängen mit. Bei unklaren Spielabläufen griffen ausgebildete Sporthelfer der GGL ein, wobei stets das FairPlay und die Selbstregulierung im Vordergrund standen. Musikalisch wurde das Turnier unterstützt von DJ Joannes Langer. Für das leibliche Wohl sorgte die SV der GGL Verletzungen behandelte der Schulsanitätsdienst. Die Fachstelle für Suchtprävention des Landkreises Gießen bot alkoholfreie Getränke an. Die Pause wurde verkürzt durch Darbietungen von HipHop-Show-Acts von Tanz & Event Schad aus Biebertal. Alle Teams hatten sich selber prägnante Namen gegeben. Die Gewinnerteams erhielten Pokale und gesponserte Gutscheine für den Eintritt der Spiele des RSV Lahn-Dill. Zudem gab es Medaillen und für alle Teilnehmer Urkunden und je ein Geschenk, gesponsert von der Firma Schunk, Heuchelheim. Neben dem Lehrerkollegium und zahlreichen Helfer*innen dankte die stellvertretenden Schulleiterin namentlich und stellvertretend für alle, Claudia Kopsch (Sozialarbeit an Schullen, GGL).

Streetballturnier FairPlay in der Sporthalle an der GGL

(Foto: Volker Mattern)

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