Wettenbergs Kulturlandschaft ohne KuKuK kaum mehr vorstellbar – 20 Jahre Kunst- und Kulturkreis Wettenberg gefeiert

Die Gesicher des KuKuK . Dieterich Emde und Barbara Yeo-Emde

(Foto: Volker Mattern)

(vm).“Kultur ist das Fundament unseres Zusammenlebens”. Treffend definiert und dem Anlass auf jeden Fall angemessen, beschrieb so Bürgermeister, Marc Nees, in seinem Grußwort seine Wahrnehmung. Das Wettenbergs Kulturleben ohne den KuKuK (Kunst- und Kulturkreis Wettenberg) kaum mehr vorstellbar ist, stand bei den Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen des Vereins außer Frage und nicht nur die verschiedenen Grußworte, sondern auch das anspruchsvolle und vielschichtige Programm konnten nur einen Ausschnitt von dem widerspiegeln und erahnen lassen, was der KuKuK, seine Künstler, der Vorstand und viele weitere Hauptverantwortlichen Akteure über die zwei Jahrzehnte im Kleinen und im Großen, stets prägend, leisteten. Weit über 800 Veranstaltungen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt, waren nachhaltig für die Kulturlandschaft, nicht nur in Wettenberg, sondern strahlten weit in die Region hinein. So wurde auch bei jenen Menschen, die mit dem Thema nicht viel am Hut zu haben glaubten, ein neues Verständnis für Kultur geweckt. Der Bürgermeister sprach deshalb von einem „Identifikationsfaktor für unsere Gemeinde”. Beim KuKuK werde die gesamte Bandbreite von dem, was Kunst ausmache, eindrucksvoll abgebildet. Durch ihr Engagement gäben viele Menschen dem KuKuK eine Seele. Diesbezüglich waren sich alle Festredner einig, den besonderen Dank an Barbara Yeo-Emde und Dieterich Emde zu richten, als die Gesichter des Vereins schlechthin. Landrätin Anita Schneider übermittelte die Grüße des Landkreises Gießen. Politik müsse unterstützen, denn Kultur mache ein Gemeinwesen lebenswert. Zudem – und auch dies wurden in allen Redebeiträgen hervorgehoben – sei die Kooperation ein wichtiges Attribut. Der KuKuK habe sich über die Jahre durch den Aufbau eines Netzwerkes somit als Brückenbauer erwiesen. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen, Institutionen wie Schulen, dem Holz- und Technikmuseum, Partnerschaftsvereinen, anderen Kulturvereinen wie beispielsweise der Kultur-Loge Gießen und gemeinnützigen Organisationen, genieße hohe Priorität. Die Landrätin würdigte nicht nur diesen Aspekt, sondern auch die kreativen Einfallsreichtum des KuKuK in Zeiten von Corona, wo überall meist Stillstand war. Die Aufrechterhaltung des kulturellen Lebens und die Kontaktpflege zu den Mitgliedern und Künstlern habe beispielsweise durch digitale Möglichkeiten den Verein am Leben erhalten. Wie gut das Netzwerk funktioniert, sollte sich auch im Auftritt von Fünftklässlern der GGL (Gesamtschule Gleiberger Land) zeigen. Die Schüler eröffneten den offiziellen Teil der Feier mit Gesang und Tanz und auch die Lehrerband der GGL begeisterte mit ihrem Auftritt. Für die Schulfamilie gratulierte Schulleiter, Gabriel Verhoff, der an die zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen und Workshops erinnerte.

Fünftklässler der GGL singen und tanzen zur Eröffnung

(Foto: Volker Mattern)

Wesentlichen Anteil an der „Geburt des KuKuK” hatte seinerzeit auch der jetzige Ehrenbürgermeister, Gerhard Schmidt. Gemeinsam mit Dietrich Emde erinnerte er an die Anfänge, geprägt von der Suche nach einer Unterkunft, die letztlich an der Adresse Goethestraße 4b in Wißmar gefunden werde konnte. Dank auch der Familie Schmidt, der das Anwesen gehört, konnte der KuKuK also sein eigenes Nest, wenn auch als Mieter, beziehen. Seine wechselvolle Geschichte hatte das Objekt zunächst als Kuhstall, dann als Einkaufsmarkt und nun als Kunsthalle. Gerhard Schmidt erinnerte auch an die vielen Unterstützer, zu denen auch Firmen als Geldgeber gehörten, um das Projekt zu ermöglichen. Die Kunst in ihrer jetzigen, durch den KuKuK geprägten, Form, ging hervor aus den Hobbykünstlerausstellung Mitte der 90er Jahre. Am 6. August 2006 bezog der KuKuK nach seiner Gründung dann die Kunsthalle. An die Festreden schloss sich ein buntes Programm an. Dazu gehörte auch das Gesangstrio „Just Three”, mit Liedern von Blues bis Bossa, unter Begleitung von Vitali Omelianenko (Klavier). Special Guest war die Sängerin und Pianistin, Diane Skoropad und Lyrisches und Prosaisches kam von Mitglied, Günter Wirtz. Halle und Hof waren Schauplatz verschiedener weiter Aktivitäten und Angeboten, auch für Kinder und Erwachsene, die sich ein kindliches Gemüt bewahrt hatten. Hunger und Durst musste niemand leiden und so wurde das Fest zu einer runden Sache.

Eine Plakatwand erinnerte an viele Ausstellungen

(Foto: Volker Mattern)

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