Im Kopf noch gut zu Fuß – die 90jährige Erika Weimer.

(Foto: Volker Mattern)

(vm).“Es gilt das gesprochene Wort” ist meist der Hinweis, wenn ein Redner oder Referent sein Manuskript zur Veröffentlichung zur Verfügung stellt. Das geschriebene Wort hat aber bleibenden Wert, über die Zeit hinaus. Vor wenigen Wochen durfte Erika Weimer ihr 90. Wiegenfest feiern. Da hat man so einiges erlebt im Leben, hat eigene Erfahrungen gemacht, war Teil einer Familie, war eingebunden in die Nachbarschaft und darüber hinaus die Teilnahme am dörflichen Gemeinwesen. Die Senioren ist fit im Kopf und das ist Voraussetzung um schreiben zu können und Bücher zu verfassen. Es soll nicht das Letzte sein, was die waschechte Wißmarerin zuletzt veröffentlichte. Es trägt den Titel „Zeitfesseln am roten Faden”. Es trägt stark autobiografische Züge, beinhaltet zugleich Dorfgeschichtliches und dies ist zum Teil im Kontext zum Weltgeschehen eingeordnet. Die Seniorin wuchs kriegsbedingt mit ihren beiden jüngeren Schwestern ohne Vater auf. Die Erinnerung an ihn besteht aus Briefen aus Russland. Wie ihre, so ähneln sich zahlreiche Biografien der Frauen dieses Alters. Nach der Volksschulzeit zunächst die Arbeit in der Zigarrenfabrik. Danach stand sie in Lohn und Brot bei der Firma Leitz und bei Minox. 2022 verstarb ihr Mann Karl, dem sie 1959 das Eheversprechen gab. Mit zwei Kindern, vier Enkeln und einem Urenkel kam die Nachkommenschaft. Die Enkel begründeten ihr Erstlinkswerk mit dem Titel, „Tiergeschichten, die ich meinen Enkeln erzählte”. Das Manuskript schrieb die Autorin damals noch per Hand. Inzwischen ist ihr ein Laptop längst nichts Fremdes mehr und ein hilfreiches Mittel, bei etlichen weiteren Büchern die folgten. Von Sagen und Anekdoten aus dem Gleiberger Land, über Menschen aus Wettenberg und deren Geschichten, bis hin zu historischen Themen, wie etwa die Zeitzeugenberichte an das Kriegsende, „Als die Amerikaner kamen”. Diese Erinnerungen von Zeitzeugen werden von selbigen, wie man oft sagt “mit ins Grab genommen”, aber in diesem Fall mit dem Unterschied, dass durch den Fleiß und das Engagement von Erika Winter sie auch der Nachwelt als wichtige Dokumente erhalten bleiben. Darin bestand der Hauptteil der Motivation der 90jährigen. Sie war beseelt vom Wunsch, den Menschen Einblicke in einen Teil ihres Lebens zu geben, sie an Gefühlen und Empfindungen teilhaben zu lassen. Den Krieg mit all seinen Entbehrungen und Schrecken am eigenen Leib miterlebt zu haben, begründet naheliegend den Wunsch nach dauerhaftem Frieden. Und die Wirklichkeit heute veranlasst Erika Weimer zum nachdenklichen Satz, „Ich blicke wissend zurück und besorgt in die Zukunft”. So ist ihr neues Werk eine spannend und gut lesbare Lektüre aus einer Mischung, von Familiengeschichte und Dorfgeschichte, eingeordnet immer wieder in bedeutsame weltgeschichtliche Ereignisse. Die Autorin wandelt so geschickt auf verschiedenen Bühnen und schlägt Brücken zwischen dem Mikrokosmos ihres Heimatdorfes und dem weltlich Großen und Ganzen. „Ich bin der Meinung, dass lange vor der Geburt eines Erdenbürgers, die Weichen für sein späteres Leben bereits ihren Anfang nehmen”. Daraus resultiert auch die Unaufgeregtheit und Weisheit der Erfahrung aus neun Lebensjahrzehnten um sagen zu können, niemand weiß, wann und wie alles endet und wer weiß, vielleicht war „Zeitfesseln am roten Faden”, noch nicht das schreibkünstlerische Ende von Erika Weimer, Das Buch erschien im Selbstverlag und ist bei ihr in Wißmar, in der Bahnhofstraße 27 (Tel. 0176-41507503) zu beziehen.

Andreas Läufer (Rennleiter, TSV Krofdorf-Gleiberg), André Grumbach (technische Leitung, TSV Krofdorf-Gleiberg) und Dr. Jürgen Leib (stellvertretender Vorsitzender des TSV-Krofdorf- Gleiberg) an einer der beiden Kanonen, wo sich ab Pfingstmontag 2026 wieder das Ziel befinden wird.

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Alle Wettenberger, sowie Menschen aus dem Raum Mittelhessen und darüber hinaus, sind erneut aufgerufen und eingeladen, die Burg Gleiberg ab Pfingstmontag 2026 „zu stürmen”. Die Teilnahme ist nicht nur für trainierte Sportler geeignet, sondern auch für alle Interessierte, die den Gleiberghang mal anders kennen lernen wollen und dies anschließend mit einem wunderbaren Ausblick und eventuell sogar einer kleinen Erfrischung verbinden möchten. Mit der bereits dritten Auflage, die ihre Premiere in 2024 anlässlich der 1250-Jahr-Feier von Krofdorf-Gleiberg feierte, setzt der TSV Krofdorf-Gleiberg etwas – im mittelhessischen Raum in diesem Format bisher noch nie Dagewesenes – fort. „3. Sturm auf die Burg” nennt sich die Veranstaltung, an der ab Pfingstmontag, 25. Mai, bis einschließlich 30. September 2026 teilgenommen werden kann. Es gibt keinen Massenstart. Jeder startet individuell, egal an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit und stoppt seine Zeit selbst. Der Startpunkt befindet sich gegenüber der Seemühle (Wettenberg-Krofdorf), wo am Radweg Krofdorf-Gießen ein Pfad in Richtung hintere Höhenstraße abzweigt. Die Strecke wird wieder mit Hinweisschildern, meist an Laternenmasten, und durch blaue Pfeile auf dem Boden gut gekennzeichnet sein. Auf einer Länge von anderthalb Kilometern sind 219 Treppenstufen, eine Steigungen bis 20 Prozent und 135 Höhenmeter zu überwinden. Das Ziel ist vor dem Burgtor an den Kanonen erreicht, wo dann die persönliche Stoppuhr angehalten wird. Es spielt keine Rolle, ob gelaufen oder gegangen wird. Die Startgebühr ist nur einmalig fällig und beträgt 10 Euro pro Person, egal wie oft „gestürmt” wird. Die Einnahmen kommen, wie bereits in den vergangenen Jahren, in voller Höhe dem Gleiberg-Verein und damit dem Erhalt der über 1000 Jahre alten Burg zugute. Neues in der Saison 2026 wird es auch geben: Der Veranstalter bietet Sonderwertungen, wie zum Beispiel Walking für Teilnehmende an, die den Gleiberghang mit oder ohne Stöcke gehend kennenlernen wollen. Auch gibt es wieder zwei Wertungen für Feuerwehrleute, die die Strecke mit (Elite) oder ohne (Brandbekämpfung) angeschlossener Atemschutzmaske bezwingen wollen. Neu wird außerdem eine Polizeiwertung sein, für Einsatzkräfte in Uniform und jeweiliger Ausrüstung, so Rennleiter Andreas Läufer. Auch wird dieser wieder versuchen, verschiedene Persönlichkeiten für einen gemeinsamen Lauf zu gewinnen. Wer sich zu einer oder gleich mehreren der Sonderwertungen anmelden möchte, setzt sich vor der Anmeldung mit der Rennleitung in Verbindung. Alle weiteren Infos zum „3. Sturm auf die Burg” und die Kontaktdaten sind auf der Veranstaltungshomepage zu erfahren. Dort kann auch ab sofort die Anmeldung vorgenommen werden: https://my.raceresult.com/374783/

Auch die ältere Generation steht den neuen Medien aufgeschlossen gegenüber.

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Der im November 2024 vom Fachdienst Senioren der Gemeinde Wettenberg für die Generation 65+ durchgeführte Smartphone-Kurs fand großen Anklang. Daher wurde dieses Angebot als Smartphone Café 65+ auch in 2025 weitergeführt. Einmal im Monat trifft man sich im Haus der Begegnung in Krofdorf, um sich über Probleme mit dem „Wisch-Handy” auszutauschen. Zu Beginn des zweistündigen Treffens steht ein gemeinsames Thema im Vordergrund. So wurden im Laufe des Jahres vermittelt, zu was man Künstliche Intelligenz (KI) nutzen kann oder was alles mit WhatsApp möglich ist. Datensicherheit und der Umgang mit fragwürdigen Nachrichten oder Anrufen stehen auch regelmäßig auf dem Programm. Nach dem gemeinsamen Thema werden individuelle Alltagsprobleme mit dem Smartphone behandelt und in fast allen Fällen wird eine Lösung gefunden. Nun ließ man gemeinsam bei Kaffee und Plätzchen das Jahr ausklingen und freut sich bereits auf das, was in 2026 angeboten wird. Wen das Thema interessiert, ist an jedem 3. Donnerstag im Monat (im kommenden Jahr zum Beispiel am 15. Januar) jeweils von 15 bis 17 Uhr im Haus der Begegnung, Am Wingert 21 in Krofdorf herzlich Willkommen.

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