Darsteller im „Frau Holle”-Märchen in einer Szene während der ersten Bühnenprobe. (Foto: Volker Mattern)

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg

(vm). Es wird wieder ein Wintermärchen – im wahrsten Sinne des Wortes, doch im Moment stecken die 100 Darsteller zwischen sieben und 72 Jahren noch in ihren Alltagsklamotten. „Frau Holle” steht auf dem Spielplan 2026 des „Wettenberger Sammelsurium Amateurtheaterverein” und ein paar Wochen muss sich die große Fangemeinde noch gedulden, bis es schneit – zumindest auf der Bühne der Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg. Dort fanden auch die ersten Bühnenproben für das Märchen in fünf Akten, mit den drei Bühnenbilder „die Stadt”, „bei Frau Holle” und „in der Zwischenwelt” bei den Fuchsgeistern, statt. Neben den bekannten und klassischen Charakteren, die das Grimm-Märchen auszeichnen, haben die Verantwortlichen des „Sammelsuriums” in gewohnt überlegter und passender sowie mit viel Phantasie ausgestatteter Weise, noch einige Figuren und Szenen eingebaut. So wird es japanische Kitsune und deren Irrlichter geben, die die Gold- und Pechmarie auf eine Probe stellen. Zudem gibt es tanzende Schnellflocken, Brot und Pech. Diese von großer Handwerkskunst und Erfahrung geprägte Vielfalt stellt einmal mehr sicher, das vom Kind bis zum ältesten Erwachsenen Möglichkeiten zum Mitspielen gegeben sind. „Frau Holle” wird also wieder eine runde Sache, die nicht nur kleine Märchenfans in ihren Bann zieht. Jedes Märchen hat seine besondere Geschichte und Botschaft. Die Macher beim „Sammelsurium” haben es einmal mehr verstanden, diese Botschaften durch besondere Szenen und Dialoge herauszuarbeiten und auf einen besonderen Level zu heben, der auch die Brücke schlägt zu aktuellen Themen und gesellschaftskritisch versucht, die Augen zu öffnen und wachzurütteln. Regie führen Julius Henkelmann und Kim Archut, unterstützt durch Yvonne Lang und Hannah Fink. Der Kartenvorverkauf startet in Präsenz am Samstag 26. September, von 10 bis 12 Uhr im Ulrich-Sucker-Haus, in der Rodheimer Straße 35 Krofdorf-Gleiberg. Danach gibt es Karten an allen Vorverkaufsstellen von Adticket sowie telefonisch täglich in der Zeit von 6 bis 22 Uhr unter 069-90283986. Auch über die Internetseite www.wettenberger-sammelsurium.de kommt man zum Ticketshop von ADticket. Eine Tageskasse ist zudem bis 30 Minuten vor Beginn einer jeder Vorstellung im Foyer der Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg, Turnhallenstraße, eingerichtet – Bar- und Kartenzahlungen sind möglich. Die Aufführungstermine: 27. November um 15 Uhr, am 28. November um 14 und 19 Uhr, am 29. November um 15 Uhr, am 4. Dezember um 15 Uhr, am 5. Dezember um 14 und 19 Uhr und am 6. Dezember um 15 Uhr.

Darsteller im „Frau Holle”-Märchen in einer Szene während der ersten Bühnenprobe.(Foto:Volker Mattern)

Ungebrochene Begeisterung bei der 4. TempelCon in Gleiberg. (Foto: Volker Mattern)

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg

(vm). „AAAARRRRR” donnert es den Teilnehmenden entgegen, als sie das Gleiberg „Tempelchen” betraten. Unter dem Motto „Piraten” richtete der Wettenberger Verein zur Förderung der Fantastik e.V. bereits zum vierten Mal ein langes Spielewochenende aus. Die TempleCon (Temple-Convention) widmet sich während drei Tage dem gemeinsamen Spiel. Im Angebot waren dabei Rollenspiele, Brettspiele und Tabletop-Spiele. Die TempleCon findet mittlerweile weit über Mittelhessen hinaus Anklang, so dass unter anderem Gäste aus Würzburg, Essen, Berlin und dem Saarland begrüßt werden konnten. Beim Rollenspiel schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle eines Helden oder einer Heldin und erzählen gemeinsam unter Leitung eines Spielleiters oder einer Spielleiterin eine Abenteuergeschichte. Entscheidungen über Erfolg oder Misserfolg werden zumeist durch Würfel getroffen. Im Angebot waren 35 Spielerunden. Darunter überwiegend Spiele von den Teilnehmenden selbst. Darunter befanden sich bekannte Klassiker wie Dungeons & Dragons, Worlf of Darkness oder Midgard, aber auch weniger verbreitete Systeme wie Shadowdark, Daggerheart und Vaesen. Als Dank für Ihren Einsatz erhielten alle Spielleitungen einen „Seesack” (Turnbeutel) mit schönen Erinnerungstücken, die von dem Rollenspielzubehörhandel „Happy Hatchlings” kuratiert wurden. Besondere Höhepunkte waren die wochenendfüllenden Spielrunden von Arne Kugler und Ralf Schneider. Beide entführten die Spielenden über jeweils fünf aufeinanderfolgende Abenteuer in piratige Abenteuerwelten. Für seinen Einsatz wurde Arne Kugler mit einer Schärpe zum „Fantastik-Botschafter” für die Spielwelt World of Darkness ausgezeichnet. Daneben war ein Rahmenprogramm im Angebot. So stellte beispielsweise der in Heuchelheim ansässige Spieleverlag „Skellig Games” am Samstag tagsüber seine Produkte vor. Der Verlag Buntspecht & Rabe führte die Demoversion seines PC-Rollenspiels „The Greatest Game 1872″ vor und der Grafonaut aus Launsbach präsentierte sein wohlfeiles Sortiment an 3D-gedrucktem und laserveredeltem Zubehör. Das gegenüber den Vorjahren gewachsene Orgateam hat das Tempelchen mit Trennwänden, Stoffbahnen und Teppichen in eine ansprechende Spieleoase verwandelt. Für das leibliche Wohl war durch die Küchencrew um Yvonne und Carsten Dippel ausreichend gesorgt. Besonders beliebt war die Kaffee-Flatrate „Endloser Becher”, die allen einen unbegrenzten Vorrat zugänglich machte und das leckere Eiszeit-Eis. Ein Glanzpunkt auch die Verlosung von Spielen, die Pegasus Spiele aus Friedberg zur Verfügung stellte und einem einzigartigen Würfelsets des Würfelmachers „MightyMightyDice” aus Runkel, das dieser speziell für die TempleCon hergestellt hatte. Der besondere Dank des Veranstalter richtete sich an die Volksbank Heuchelheim, Edeka Sven Koning in Krofdorf-Gleiberg, das Wettenberger Sammelsurium e.V., die Eiszeit GmbH und Pegasus Spiele für deren Unterstützung. Der Friedberger Spieleverlag stattete die TempleCon mit einer großen Kiste Spiele und Material aus. Der junge Verein schuf durch seine Gründung die Basis für eine begrüßenswerte und wertvolle Zielsetzung, nämlich ein Gegenangebot für eine immer mehr Macht ergreifende, Medien und konsumorientierte Freizeitgestaltung zu etablieren. Hauptaufgabe hierbei die Förderung des sozialen Gruppenverhaltens, der Kommunikationsfähigkeit und der Erzählkompetenz, Eigenschaften, die insbesondere bei jungen Menschen, Kindern und Jugendlichen, immer mehr zu verkümmern drohen, so die Verantwortlichen.

Museumsleiter Dieter Mülich hat an der Dampfmaschine immer auch begeisterte, junge Fans. (Foto: Volker Mattern)

Wettenberg-Wißmar

(vm). Es war nicht ganz so viel los wie sonst, aber das lag einzig und alleine am großen Veranstaltungsangebot, bedingt auch durch den Tag des offenen Denkmals. Dennoch waren die Verantwortlichen des in diesem Jahr zum 2. Mal stattgefundenen DaGaTa (Dampf- und Gattertag) im Holzerlebnishaus des HTM (Holz- und Technikmuseums) zufrieden. Mit dem musikalischen Höhepunkt durch den Auftritt der Jagdhornbläser des Hubertus-Vereins Gießen bekam die Veranstaltung eine ganz besondere Note und der Musikalische Beitrag unterstrich auch die angehende herbstliche Jahreszeit. Ohne das vielseitige und ansprechende Rahmenprogramm zu schmälern, bleiben die große, rote Dampfmaschine, die ebenso in Betrieb zu erleben war wie das Sägegatter mit seinen unverkennbaren Geräuschen bei Sägen dicker Baustämme, die Besonderheiten und Magnete für die großen und kleinen Gäste. Insgesamt macht es dennoch die Angebotsvielfalt. Was das kulinarische betrifft, dominierten regionale Köstlichkeiten. Herbstliche Kürbisse in breiter Farben- und Größenvielfalt, hochwertige Imkereiprodukte sowie edle Brände und Liköre gehörten ebenso dazu wie frisch gebackenes Holzofenbrot. In der Schreinereiabteilung leuchteten besonders Kinderaugen und solche der Technikfreaks. Spannende Vorführung um die Drechselkunst, Kreiselmachen und Dekopierarbeiten komplettierten die Angebote. Kunsthandwerkliches konnte erworben werden, ebenso wie handgefertigte Baby- und Kinderbekleidung. Neben dem Bastelprogramm durften sich die kleinen Gäste beim Ponyreiten vergnügen, oder am Lagerfeuer Platz nehmen, um Stockbrote zu backen. Immer wieder gut frequentiert ist auch der Bereich von HessenForst. Museumsleiter, Dieter Mülich und Betriebsleiterin, Helena Krämer, dankte für die Unterstützung eines großen Teams an Helfern. Das HTM hat sich längst auch einen Namen gemacht als Regionales Umweltbildungszentrum und Außerschulischer Lernort. Der letzte DaGaTa in diesem Jahr ist für den 8. November terminiert.

4 Säcke Zement á 50 kg dank Hebeltechnik mit Leichtigkeit 1 Meter angehoben (Foto: Volker Mattern)

Hier wird die rohe Kraft des Sägegatters kontrolliert. (Foto: Volker Mattern)

Gut besucht war der Tag der offenen Tür der Launsbacher Feuerwehr. (Foto Volker Mattern)

Wettenberg-Launsbach

(vm). Sie ist anerkannt, beliebt und wertgeschätzt in der Bevölkerung – die Freiwillige Feuerwehr Launsbach. Einmal mehr zeigte dies der Besuch anlässlich des Tags der offenen Tür eindrucksvoll. Im und vor dem Feuerwehrgerätehaus wurde den Gästen so einiges geboten. Natürlich die Fahrzeugschau mit den Einsatzfahrzeugen und dem Rettungsboot und zum Fuhrpark hatten auch der Regionalverband der Johanniter seinen geländetauglichen Einsatzwagen”Sevio” zur Verfügung gestellt hatten. 220 Mitglieder zählt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr im kleinsten der drei Wettenberger Ortsteil und 19 Mann stark ist die Einsatzabteilung. Große Aufmerksam galt dem Schrott-PKW, der als Übungsobjekt herhalten musste. Die Gäste nutzen gerne die Möglichkeit einmal zu testen, wie das Handtieren mit der Rettungsschere und dem Spreitzer funktioniert, Hilfsmittel, die bei Unfällen dazu dienen, eingeklemmte Personen aus einem Fahrzeug zu befreien. Da kam auch Bürgermeister Marc Nees ins schwitzen, denn die Gerätschaften sind keine Leichtgewichte. Wenn man sich deren Einsatz jetzt noch unter realistischen Bedingungen vorstelle und damit verbunden auch die enorme psychische Belastung der Einsatzkräfte, kann man nur demütig und respektvoll den Hut ziehen”, würdigte er anerkennend die Situation. Wie eine Fettexplosion entsteht und was danach zu tun, wurde in einer weiteren Übung, gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr demonstriert. Für das leibliche Wohl war gesorgt und hier gab es Unterstützung durch den DRK-Kreisverband. Auch mit Kaffee und Kuchen wurden die Gäste versorgt. Für die Kinder stand im Bürgerhaus eine Hüpfburg und ein BungiRun zur Verfügung, aber viel interessanter war natürlich die Besichtigung der Einsatzfahrzeuge. Peter Gau, einer der stellvertretenden Wehrführer und Horst Marquardt, Feuerwehrvereinsvorsitzender zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung.

Der Umgang mit den Rettungsgeräten Spritzer und Schere will geübt sein. (Foto: Volker Mattern)

Werbung
Werbung
Sandras_Haushaltshilfe_30mm_ab_KW32
Werbung
KA_Mykhailo_Rybalov_Gartenarbeit
Folgen Sie uns schon?

Social Media

Wöchentlich im Postfach

Newsletter

Verpassen Sie keine relevanten News aus der Region, abonnieren Sie unseren Newsletter.

mich interessieren...