
Hartmut Mülich und seine schon legendäre Erbsensuppe aus der Gulaschkanone
(Foto: Volker Mattern)
(vm).Die Schlange war lang, vor dem Bürgerhaus auf der Mehrgenerationenwiese in Launsbach, aber es lohnte sich, geduldig anzustehen. Hartmut Mülich stand wieder an der Gulaschkanone, aus der es schmackhaft roch und heißer Dampf aufstieg. Längst wissen die „Lauschbächer Eiskaale”, dass es sich an einem solchen Tag lohnt, die eigene Küche kalt zu lassen. In Eigenregie, mit Unterstützung seines Teams, bot der ehemalige Feuerwehraktive und jetziges Mitglied der Ehren- und Altersabteilung wieder Erbseneintopf an. 220 Liter, wahlweise mit Wursteinlage, gingen weg wie warme Semmel. Die Hungrigen kamen mit Töpfen unter’m Arm und sogar Vorbestellungen habe es gegeben, freut sich der Hobbykoch und lacht verschmitzt, als man ihm nach dem Rezept der in der Tat hervorragend schmeckenden Suppe fragt. Das will er aber nicht preisgeben und es liege für alle Fälle im Tressor der Feuerwehr gut verwart. Die Gulaschkanone ist ein schmucker Einachsanhänger, den Hartmut Mülich vor vielen Jahren mit Feuerwehrkameraden auf Vordermann brachte. Er ist vom TÜV abgenommen und kann somit zu anderen Einsatzorten verbracht werden. Das Modell stammt aus NVA-Beständen der ehemaligen DDR. Wenn der heimliche „Sternekoch” auf dem Treppchen am riesigen Bottich steht, in dem die Gaumenfreude durch eine Holzfeuerung erhitzt wird und er den selbst hergestellte großen, hölzernen Kochlöffel schwingt, ist er in seinem Element.




