“2inJoy” und Peter Herrmann bereiteten Freude – Konzert in der Kunsthalle des KuKuK gut besucht.

2inJoy mit Florezelle Amend und Michael Diehl (rechts) in Begleitung von Peter Herrmann

(Foto: Volker Mattern)

(vm).“Wir sind Kinder der 70er Jahre und inspiriert von der Musik der 80er”, so Michael Diehl mit einer eher knappen Vorstellung zu seiner Person und zu „wir” gehört seine Partnerin, Florezelle Amend. Beide sind das Duo „2inJoy”. Wie sich eine Inspiration anhört, davon ließen sich gut 70 Gäste in der Kunsthalle des KuKuK (Kunst- und Kulturkreis Wettenberg) begeistern. Am Anfang machten die ersten Vocals und Riffs sofort neugierig auf das, was da noch erwartet werden durfte, innerhalb der folgenden beiden Stunden. Die aus Manila auf den Philippinen stammende Sängerin – dort mehrfach mit Preisen ausgezeichnet – versetzte das Publikum mit ihrer erstaunlichen Stimme ebenso in Faszination und Erstaunen, wie Michael Diehl als Fingerstyle-Gitarrist. Florezelle Amend verfügt über ein unglaubliches Spektrum an Umfang und Expressivität ihrer Stimme und der Gitarrist war ebenfalls über jeden Zweifel seiner Spielkunst erhaben und meisterte mit Bassgrooves und Perkussionselementen die Begleitung auf seinen Gitarren. Die beiden hatten sich – um bei „Bassgrooves” zu bleiben, mit Peter Herrmann, Bassist, Gitarrist, Komponist, Produzent und Betreiber des Studios Kirchberg, einen hochklassigen Begleiter mit auf die Kleinkunstbühne geholt, der gerne und mit großer Kunst und Spiellaune dem Konzert in einzelnen Stücken und auch mal als Solist, eine zusätzlich besondere Note verlieh. Den Hauptpart bestritt das Duo und mit „Yeah Yeah” eröffneten Florezelle und Michael das Konzert, das in jeder Hinsicht besonders und Vielfältig war. Dazu zählten interessante Interpretationen von Pop- und Soulklassikern, die in ein jazziges, souliges, mal grooviges Gewand gekleidet waren. „Sweet Dreams”, ein bekanntes Stück, dem Ursprung etwas entfremdet aber durch das Arrangement und seine Bearbeitung dennoch unverkennbar und mit dem Rockstück „Here I go again” zeigte „2inJoy”, dass sie dieses auch nach zwei Jahrzehnten, wo sie es zum letzten mal spielten, immer noch beherrschen. „Love of my life”, geschrieben vom unvergessenen Queen-Frontman, Freddie Mercury, durfte nicht fehlen. Zwei Solostücke spielte Peter Herrmann und mit seiner sechssaitigen Bassgitarre kam mit einem von einem Engländer geschrieben, uramerikanischen Stück auch ein politisches Statement zum Ausdruck, das Hoffnung machen sollte und mit Blick auf die US-Regierung eine gewisse Protestnote vermittelte. Sein weiteres Solostück war eine Bearbeitung des bekannten Songs von Simon an Garfunkle, „Miss Robinson”. Mit „Crazy Lazy” brachten Peter und Michael einen Song zu Gehör, der „in der Coronazeit, aus der Verzweiflung des Nichtstun heraus” entstanden sei, so Michael. Im Trio leiteten die Musiker und Sängerin mit dem Stück „Just the two of us” eine Pause ein. Auch im zweiten Teil wurde die Soulecke nicht verlassen, wie „Caravan of Love” und „I Still Haven’t Found What I’m Looking For” von U2 zeigten. Hinter dem Titel „River to River” verbarg sich, wie Peter Herrmann mit einem verschmitzten Lächeln erklärte, „die Geschichte mit der Flaschenpost in der Lahn”. Das Konzert lebte von einem raffinierten Programm, basierend als Ausfluss einer Art Work-in-Progress, durchsetzt mit Humor und einem gewissen Lerneffekt, wie beispielsweise die Erklärung des Begriffs „Open Tunning” (die etwas andere Art, eine Gitarre zu stimmen). Mit dem letzten Stück „Sunny”, präsentiert von allen drei Künstlern, wurden unüberhörbar Zugabeforderungen laut und mit „falling in Love with you” war das Publikum hierbei auch zum mitsingen eingeladen. Die KuKuK-Vorsitzende, Barbara Yeo-Emde, dankte dem Duo und Peter Hermann für ein wunderbares Konzertereignis.

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