
Janina Römer und Christin Küthe-Schneider (v.l.), die beiden Fördervereinsvorsitzenden bei der Übergabe der Spende, im Beisein von Bgm. Marc Nees (mitte), GBI Pierre Bittendorf (2.v.l.)und Einsatzkräften
(Foto: Volker Mattern)
(vm).Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg e.V. übergab eine Industriewaschmaschine und einen dazugehörigen Trockner an die Gemeinde Wettenberg. Die Geräte sind bestimmt zur Nutzung durch die Feuerwehr Wettenberg. Damit wird ein weiterer Baustein im Hygienekonzept der Feuerwehr Wettenberg umgesetzt, der vielfältige Vorteile für Gemeinde und Feuerwehr bringt.Als nicht feuerwehrtypische Spende bezeichnete Bürgermeister Marc Nees bei der Übergabe durch die beiden Vorsitzenden, Christin Küthe-Schneider und Janina Römer, das Engagement des örtlichen Feuerwehr-Fördervereins. Aber gerade das zeichnet die Brandschützer in Krofdorf-Gleiberg aus: Schwachstellen aufdecken, Lösungen entwickeln und diese schnell und kosteneffektiv umsetzten. So geschehen auch im aktuellen Fall bei der die in Krofdorf-Gleiberg angesiedelte Kleiderkammer und die Hygienekomponente West im vergangenen Jahr feststellten, das ein enormer organisatorische und auch finanzieller Aufwand betrieben wird, um die Schutzkleidung nach einem Einsatz zu reingingen. Dies ist aus arbeitsschutzrechtlichen Aspekten notwendig, um die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor Krebsgefahren durch die beim Brand freiwerdenden Giftstoffe zu schützen, die sich auf der Kleidung absetzt. Neben den reinen Reinigungskosten, die der Gemeinde hierbei in Rechnung gestellt wurden, mussten immer auch mehrere Fahrten zu den Dienstleistern in der Rabenau und Wetzlar zum Bringen und Abholen ehrenamtlich erledigt werden. Negativ zeigte sich hierbei, das Atemschutzgeräteträger in dieser Zeit nur bedingt einsatzbereit waren, da nicht für jedes Mitglied ein zweiter Satz Schutzausrüstung angeschafft werden kann. In Absprache mit der Leitung der Feuerwehr, die bei der Übergabe durch Gemeindebrandinspektor Pierre Bittendorf vertreten war, beschaffte der Feuerwehr-Förderverein je eine gebrauchte Waschmaschine und Trockner im Wert von insgesamt 4000,-€ die nun zur Reinigung der Schutzausrüstung der kompletten Feuerwehr Wettenberg eingesetzt wird. Wie richtig und wichtig die Entscheidung war, rechneten Wehrführer Daniel Schröder und der Leiter der Hygienekomponente West, Peter Bendel vor: Nach den beiden Großbränden in den letzten Wochen wurden bereits 30 Sätze Schutzkleidung gewaschen. Bei etwa 10,-€ Kosten für Strom, Wasser und Waschmittel pro Satz lagen die Reinigungskosten bei rund 300,-€; die Dienstleister hätten der Gemeinde hierfür jedoch knapp 1500,-€ in Rechnung gestellt. Eine deutliche Ersparnis also, die sich übers Jahr gesehen in barer Münze im Feuerwehr-Budget der Kommune zeigen wird und eins hat die eigene Waschmaschine ebenfalls gebracht: Nach dem am 27. Februar 2026 in den Morgenstunden eine Garage mit Werkstattanbau in Wißmar in voller Ausdehnung brannte und nahezu alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Wettenberg eingesetzt waren, konnten knapp 12 Stunden später alle Kräfte ihre Schutzausrüstung frisch gewaschen zurück erhalten, so dass die Einsatzleitung zum abendlichen Brand einer Gartenhütte keine personellen Einschränkungen durch in der Reinigung befindlicher Schutzausrüstung hatten. Die Anschaffungskosten von Waschmaschine und Trockner wurden komplett durch den Förderverein der Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg getragen, die sich hauptsächlich aus den Einnahmen beim letztjährigen Osterfeuer ergaben.


