
Daniela Vogt und Thomas Grün (4.v.l.) mit dem Vorstand des Gleiberg-Verein Andreas Kraft, Karlfried Philipp, Ulrich Homberger, Thomas Brunner und Gerhard Schmidt (v.l.)
(Foto: Volker Mattern)
(vm).Sie ist landschaftsprägend und gilt als Wahrzeichen Mittelhessens – die Burg Gleiberg. Von Weitem bietet sie einen imposanten Anblick aus allen Richtungen, aber ein Besuch auf dem mittelalterlichen Bau- und Kulturdenkmal ist nochmal eindrucksvoller. Beeindruckt zeigte sich auch Daniela Vogt. Die Ortskuratorin Marburg der DSD (Deutschen Stiftung Denkmalschutz) bekannte, vor ungefähr zwei Jahrzehnten zuletzt die Burg besucht zu haben. Sie zeigte sich fasziniert und erstaunt über den hervorragenden Erhaltungszustand und das ein solcher nicht selbstverständlich ist, machten vom geschäftsführenden Vorstand des Gleiberg-Verein, Vorsitzender Andreas Kraft, 2. Vorsitzender Gerhard Schmidt, Schatzmeister Karlfried Philipp, Schriftführer Thomas Brunner und Beisitzer und Bauexperte Ulrich Homberger deutlich. Dass an der 1.000 Jahre alten Dame, Burg Gleiberg, wieder einmal Wunden zu heilen sind, war unschwer aufgrund der Bauzäune und Baugerüste zu erkennen und auch der Grund für den hohen Besuch aus Marburg. Vor gut zwei Jahren brach aus der nördlichen Burgmauer am unteren Burghof ein großes Stück heraus. Ein mit den Denkmalbehörden des Landkreises Gießen und dem Land Hessen abgestimmtes Sanierungskonzert ergab ein Investitionsvolumen von rund 270.000 € für die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten. Kein Pappenstil und über jede Zuwendnung ist der Gleiberg-Verein als Burgeigentümer froh und dankbar. Das betrifft auch die Unterstützung durch die DSD in Höhe von 95.000 €. Den symbolischen Scheck des Fördervertrags überreichten Daniela Vogt, im Beisein des Regionalleiter Nordhessen von Lotto Hessen, Thomas Grün. Ermöglicht wird die Förderung nämlich durch die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel aus der GlücksSpirale, der Lotterie von Lotto, die Gutes tut. Rund 600 Projekte fördere die Stiftung jährlich, erklärte Daniela Vogt. Insgesamt konnten so bereits 7.500 Denkmale mit mehr als einer dreiviertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützt werden. Doch immer noch seien zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht, bedauerte die Kuratorin. Umso beispielshafter das Engagement wie das des Gleibrg-Verein, vielmehr seiner handeldnen Personen, die sich ganz offensichtlich über jeden Zweifel erhaben fast täglich und mit Überzeugung dafür einsetzten, dass durch den Erhalt solcher Denkmale Geschichte erlebbar und erhalten bliebe, lobte Daniela Vogt den Vorstand. Burg Gleiberg wurde bereits 2013 von der DSD gefördert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals. Nach dem Aufenthalt auf Burg Gleiberg durften sich die beiden Gäste sicher sein, dass die Förderung notwendig und gut angelegtes Geld ist.


