Als Initiative von Menschen unserer Gemeinde und aus dem Umland setzen wir uns für ein nachhaltiges, ökologisch orientiertes Leben in unserer Region ein und möchten Sie mit unseren regelmäßig erscheinenden Tipps ermutigen, auch Ihre Gewohnheiten im eigenen Tempo in alltagstauglichen und praktischen kleinen Schritten zu verändern.
Gut fühlen mit Bärlauch-Pesto
Wir wissen wahrscheinlich alle, dass frische Kräuter gut für unsere Gesundheit sind. Bärlauch gehört zu den ersten frischen Kräutern im Frühjahr. Er gibt vielen Gerichten mit seinem würzigen, knoblauchartigen Aroma einen ganz besonderen Geschmack. Im Wald ist er zur Zeit bereits von Weitem durch seinen Geruch erkennbar. Und wenn er wunderschön weiß blüht, ist der Waldboden ein Blütenmeer. Er ist allerdings nicht überall zu finden, es sind eher die schattigen, feuchteren Bereiche. Besonders aromatisch ist er bis zur Blüte.
Aufpassen müssen wir allerdings, wenn wir in der Natur selbst sammeln: die Blätter haben eine Ähnlichkeit mit giftigen Maiglöckchen – daher die Blätter genau anschauen und reiben, wobei der Knoblauchgeruch direkt ausströmt. Wir können die Pflanzen im eigenen Garten anbauen, dann sind wir sicher, dass keine Fuchsbandwurmeier darauf sind. Günstig ist jedenfalls, die Blätter vor Gebrauch zu waschen.
Gesund ist Bärlauch, weil er Vitamin C, Eisen und Kalium enthält. Vitamin C hilft unserem Immunsystem und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Eisen ist für den Sauerstofftransport zuständig und Kalium unterstützt die Muskelfunktionen. Die gesundheitlichen Vorteile von Bärlauch und normalen Knoblauch sind sehr ähnlich. Man kann ihn roh oder gekocht nutzen, wobei er intensiver in roher Form schmeckt und noch gesünder ist. Wir können ihn wunderbar als Pesto, in Aufläufen oder Kräuterquark verwenden.
Schöner Nebeneffekt: stellen wir unser Essen selbst her und holen uns die Nahrungsmittel aus der Natur, profitiert nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere Psyche: selbst etwas herstellen gibt uns ein gutes Gefühl der Selbstwirksamkeit!
Bärlauch-Pesto: 10 Hände voll Blätter sammeln, waschen, durch den Fleischwolf drehen. Die ungefähr gleiche Menge wie die Bärlauchmasse geben wir gemahlene Haselnüsse und frisch geriebenen Parmesankäse hinzu (ca. je 250 Gramm). Rund einen halben Liter Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack, umrühren, fertig. Das Ganze in kleine Gläser abfüllen und einfrieren (oder auch schon mal direkt essen?).
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