Fassade neu, Schild neu – HTM präsentiert sich nach Sanierung ökonomisch und ökologisch zeitgemäß und mit frischen Outfit

Milane Francke (Praktikantin), Judith Beck (FÖJ Freiwilliges Ökologisches Jahr), Helena Krämer (HTM-Betriebsleitung), Dieter Mülich (Museumsleiter), Eberhard Seidel (Ehrenvorsitzender HTM-Freundeskreis), Marc Nees und Kai Mandler (v.l.). unter dem neuen Schild, vor der neuen Fassade

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Seit Herbst vergangenen Jahres zeigt sich das Holz- und Technikmuseum im neuen Gewand: Aus energetischen Gründen erhielten die Bereiche Forst, Empfang und Seminarraum eine wärmedämmende Außenfassade. Über mehrere Jahre war nach nach Lösungen gesucht worden, die Sichtbarkeit des bisherigen Fachwerks zu gewährleisten. Am Ende stellte sich jedoch eine Außenverkleidung als einzige sinnvolle und effiziente Maßnahme heraus. Nach Abschluss der Arbeiten konnte, dank gemeindlicher Unterstützung, auch eine neue Tafel mit dem Museums-Logo und dem Attribut „Holzerlebnishaus” angebracht werden. „Mit der Hervorhebung unserer Einrichtung als ‚Holzerlebnishaus’ wollen wir einmal mehr demonstrieren, dass sich unser Wirken nicht nur auf die rein musealen Aufgaben beschränkt, sondern verstärkt auf das Erleben des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedankens ausgerichtet ist”, so Museumsleiter Dieter Mülich. In der Tat haben die Museums-Verantwortlichen bereits seit der Einweihung im September 2003 und vornehmlich durch die bewährte Kooperation mit dem Landesbetrieb Hessen Forst umweltschonende und nachhaltige Zielsetzungen in den interaktiv nutzbaren Ausstellungsbereichen Forst, Dampfmaschine, Sägewerk & Zimmerei, Schreinerei und Energie im Blickfeld gehabt. Bereits 2007 erfolgte durch die hessische Landesregierung die Ernennung zum Regionalen Umweltbildungszentrum. Sechs Jahre späterwurde die Einrichtung als „Außerschulischer Lernort” zertifiziert und fungiert seitdem als begehrter Anlaufpunkt für Schulklassen nahezu aller Altersstufen. Museums-Mitarbeiter sind es auch, die für die mittelhessische Region die hessenweiten Projekte „Umweltschule” und „Schule der Nachhaltigkeit” betreuen und koordinieren. Daneben gehörte es zu den Aufgaben als Regionales Umweltbildungszentrum, im Gleichklang mit anderen hessischen Regionen im hiesigen Raum ein Netzwerk für BNE „Bildung für nachhaltige Entwicklung” ins Leben zu rufen, auszubauen und zu koordinieren. Aus organisatorischen und perspektivischen Gründen wurden im vergangenen Jahr die Aufgaben der Koordinationsstelle sukzessive an das Bildungsmanagement Landkreis Wetzlar übertragen und sind dort offiziell sein Anfang 2026 angesiedelt. Mit Blick auf die aus touristischer Sicht günstige Lage des Wettenberger Holzerlebnishauses am Lahnrad- und Lahnwanderweg sowie der unmittelbaren Nähe zum Flusslauf der Lahn lag es nahe, sich im vergangenen Jahr dem Lahntal Tourismusverband anzuschließen. Dass tourismusfördernde Aktivitäten durchaus im Einklang mit Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes einher gehen können wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass das Museum kürzlich zum “Partnerbetrieb des Nachhaltigen Reiseziels Lahntal” zertifiziert wurde.

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