Interessenten für Freiwilliges Ökologisches Jahr können sich ab sofort bewerben – Judith Beck derzeit als FÖJlerin im Holz- und Technikmuseum HTM

Judith Beck beim Häusle-Bau.

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Das Leuchten in ihren Augenist untrüglich. Judith Beck hat Spaß an ihrer Wirkungsstätte. Die 19jährige lebt in Biebertal und absolviert seit September vergangenen Jahres ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im HTM (Holz- und Technikmuseum) in Wißmar. Mit spürbarer Begeisterung berichtet sie von ihrer Arbeit, die sie noch bis 31. August dieses Jahres genießen darf und das tut sie gerne und mit Hingabe. Nach erfolgreichem Abitur stand die Entscheidung fest, mal etwas ganz anders machen zu wollen und das FÖ-Jahr ist auf jeden Fall etwas ganz anders, vor allem auch im Hinblick darauf, wie es für die junge Frau weitergeht, die Lehramt Gymnasial mit den Fächern Mathematik und Chemie studieren will. Vielleicht nicht unbedingt Chemie aber mit Blick auf Mathe kann man im vielfältigen Aufgabenbereich im HTM schon eine kleine Brücke schlagen. Judith Beck arbeitet nämlich derzeit an einem Projekt, dass mit dem Bau eines Fachwerkhausmodells zu tun hat. Das wäre aber fast zu einfach, denn das Haus besteht aus zahlreichen Einzelteilen – ein Puzzle also – das man zerlegen und wieder zusammenfügen kann. In der Vorbereitung hierfür hat die FÖJlerin ein spezielles Computerprogramm, mit dessen Hilfe sie die Teile konstruieren und im 3D-Format darstellen konnte. Danach ging es an das Handwerkliche – was ihr besonders viel Spaß mache, wie sie bekennt und dabei war auch der Umgang mit der Gehrungssäge gefragt. Noch kann Judith Beck kein „Richtfest” feiern, ist aber guter Hoffnung, dass ihr Werk bis zum Dampf- und Gattertag am 26. April fertig wird. So ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ist spannend und vielfältig. Zwei große Aufgabenbereich beschreibt sie, zum einen mit dem Thema „Waldpädagogik”, wo ihr – wie übrigens während der gesamten Zeit – Rita Kotschenreuther von HessenForst und verantwortlich für dieses Themenfeld zur Verfügung steht, mit der sie auch im Rahmen einer großzügig gefassten Eigenständigkeit im Museumsbetrieb ihre Vorschläge und Ideen im Sinne der Museumspädagogik abstimmt. Der andere große Aufgabenbereich umfasst die Wartung von Exponaten, Führungen, Mitarbeit im Bistro bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch Büroarbeit mit Erstellen von Statistiken gehört dazu. Kommunikative Fähigkeiten, die Judith Beck ohne jeden Zweifel besitzt, sind wichtig, ebenso Sprachkompetenz und Einfühlungsvermögen, wenn es um die Führungen geht. Da gilt es bei Erwachsenengruppen auf einer anderen Ebene zu kommunizieren wie bei Kindern und Schulklassen um die Dinge verständlich und anschaulich zu vermitteln. Fünf Seminare mit jeweils fünf Tagen gilt es im Laufe eines FÖJler-Jahres zu besuchen und dies gemeinsam mit anderen hessischen FÖJlern. Hierbei werden Themenfelder beackert wie Tierschutz, Ernährung, oder alternative Wirtschaftsformen und Judith Beck bereitet sich noch auf einen ganz speziellen Vortrag vor, bei dem es um den Saprobienindex geht, der Bewertung des ökologischen Zustandes eine Gewässers. Bei alledem ist eine 38-Stunden-Woche schnell vorbei. Die Arbeitszeiten sind regulär von Montag bis Donnerstag, 9 – 17 Uhr und Freitags bis 15 Uhr. Rita Kotschenreuther weist auf die Möglichkeit hin und hofft auf geeignete Bewerber für die Nachfolge der derzeitigen FÖJlerin. Bereits zum 17. Mal werde diese Stelle besetzt, die jungen Menschen die Chance biete, wertvolle Erfahrungen und neue Perspektiven in den Bereichen Umweltbildung und Nachhaltigkeit zu machen. HessenForst bezahlt die FÖJler und sichert die Sozialabgaben. Es gibt zudem Essensgeld, Taschengeld und Wohngeld.

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