“Wißmarer Hanjer” 2026 – Ehrentitel hat sich Agnes “Agi” Mülich verdient

Agnes „Agi” Mülich ist „Hanjerin” 2026

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Die schöne und lieb gewonnen Tradition der Verleihung des Titels „Wissemer Hanjer” sollte unbedingt beibehalten werden, war der allgemeine Wunsch und da es die Heimat- und Brauchtumsabend im Rahmen der Partnerschaftstreffen am Himmelfahrtswochenende nicht mehr gibt, wird dieser Titel im Rahmen der Eröffnung des Krämermarktes vergeben. Es war auch diesmal die ehrenvolle Aufgabe für den Marktmeister, Thomas Hochstein, die Laudatio für die Person zu halten. Der „Hanjer”-Titel wird Personen zugesprochen, die nicht in Wißmar gebürtig sind, aber sich dort über viele Jahre im öffentlichen Leben verdient gemacht haben. Längst überfällig also, dass diesmal Agnes „Agi” Mülich zu Ehren kam. Seit einem viertel Jahrhundert ist die am 3. August 1976 im ungarischen Szeged geborene Mutter von Drillingen, die 2011 das Licht der Welt erblickten, in Wißmar zuhause. Stets freundlich, oft mit einem verschmitzten Lächeln, kennt man die charmante junge Frau in erster Linie in ihrer Funktion als Dolmetscherin, die stets gerne bei öffentlichen und inoffiziellen Anlässen für Verständigung zwischen den Menschen aus Wettenberg – vornehmlich Wißmar – und den ungarischen Partnerkommunen, Zsámbék und Tök , sorgte. Schon sehr früh in ihrer ersten Zeit in Wißmar stand sie so ehrenamtlich in kommunalen Diensten, besprach auch den Audioguide im HTM (Holz- und Technikmuseum. In ihrer Heimatstadt, mit 160.000 Einwohner, ging sie zur Schule trieb gerne Sport und dabei war das Kegeln der Favorit, mit Leistungen, mit denen sie bis in die nationale Spitze in Ungarn vorstieß. In der Kneipe ihrer Tante in Gießen, der Gaststätte „Destille”, lernte sie ihren Partner kennen – 2001 die Hochzeit in Ungarn. Nach erfolgreichen Abitur und einer Ausbildung zur Erzieherin, wurden die deutschen Sprachkenntnisse ausgebaut. Einem neuem Berufsbild in Deutschland folgend, wechselte Agi Mülich ins Bürowesen, später die Weiterbildung als Betriebswirtin Controlling. Nach den Erziehungszeiten folgten verschiedene Tätigkeiten, bei Rolladen-Rinn in Heuchelheim und beim Landkreis Gießen, jeweils im Büro. Die Partnerschaftsbegegnungen nehmen die neue „Hanjerin” immer noch in Beschlag, aber sie macht es gerne. Neben der Familie und dem Hund zählen Lesen, Reisen und Spaziergänge zu ihren Hobbys. „Als langjährige sprachgewandte Dolmetscherin sei sie aus der Dorf- und Vereinsgemeischaft nicht mehr wegzudenken”, so Thomas Hochstein bei der Verleihung der Urkunde nach seiner Laudatio. Mit dem obligatorischen Hanjer-Schnaps, im Beisein des Vorsitzenden des Heimatvereins Zsámbék, Thilo Hain, Bürgermeister Marc Nees, Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt und den Offiziellen der Partnerschaftsdelegation, wurde der Akt noch besiegelt.

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