Heimspiel für Fabian Münch

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Wie nicht anders zu erwarten, die Burg Gleiberg steht noch. Sie hat in ihrer über 1000jährigen Geschichte schon so manchen Sturm überlebt und auch das jüngste Großereignis konnte dem mittelalterlichen Baudenkmal in seinen Grundfesten nichts anhaben. Es bot aber einmal mehr eine prachtvolle Kulisse, und die herbe Schönheit seiner hohen und dicken Mauern passte irgendwie zu dem, was auf dem Burghof zu sehen und vor allem zu hören war. Nach der letztjährigen Pause hieß es wieder „Gleiberg Rocks”. Wir mussten einfach mal durchatmen, auch um uns neu zu orientieren, so Sabine Glinke. Die Krofdorferin hatte mit ihrem Unternehmen „SG Events & Medien” und einem großartigen Team an Helfern die künstlerische Pause sinnvoll genutzt. Dafür sprach auch die Umsetzung ihrer Idee, den Festivalabend komplett unter EIN musikalisches Motto zu stellen. Nicht mehr unterschiedliche musikalische Stilrichtung wurden geboten, sondern gleich drei Tribute-Bands, standen auf der Bühne und rockten, was das Zeug hielt. „Seattle Sound – One Night of Grunge” lautete das Thema und die Rechnung ging voll auf. Knapp 400 Fans dieses in Seattle sich in den 90er Jahren völlig neu entwickelten Musikstils ließen sich gehen, tanzten, was die Sohle hergab, folgten harten E-Gitarrenriffs, bewegten sich geschmeidig und ließen sich vom Rhythmus der Trumps und den wummerten Bässen einfach treiben. Den rohen Sound der 90er und damit die musikalische Reise in die Vergangenheit, eröffnete die Alice-in-Chains-Tribute-Band „Muddy Sewer”. Für ihren Frontmann und Sänger war es ein Heimspiel, denn Fabian Münch ist waschechter Gleiberger. Viel kennen ihn auch noch aus seiner früheren Band „Grown Wild”. Da saß er zu Beginn, locker auf seinem Hocker und die verspiegelte Sonnenbrille hatte durchaus ihre Berechtigung. Die Abendsonne entsandte noch ein paar Strahlen in den Burghof und im Großen und Ganzen zeigte sich über das insgesamt fünfstündige Konzertereignis, dass Petrus durchaus Rockfan zu sein schien. Das Herz des Gleibergers schlägt für die Musik und das war in jedem Titel spürbar. Ob mit „Nutshell”, „Got me wrong”, oder „Down in a hole”, oder bei „Heaven beside you”, „Rooster” und „Man in the Box” – Fabian Münch und seine Musikerbegleitung überzeugten in allen Belangen. Die Ansprüche für das Rockfestival waren bereits im Vorfeld mit „Laut, dreckig und echt” angekündigt worden. Die nächste Band, die die Bühne betrat, sollte diese Attribute mit jeder Silbe, mit jedem Saitenanschlag an E-, und Bassgitarre und jedem Schrei in die Mikros und jeder Zelle ihres Körpers leben. Mit „Love Buzz” gab es richtig was auf die Ohren und die Bandmitglieder straften vor allem die den Norddeutschen gerne angedichtete kühle Reserviertheit Lüge.

Brachial und leidenschaftlich – „Love Buzz” aus Bremerhaven

(Foto: Volker Mattern)

Dem brachialen und von purer Leidenschaft gekennzeichnete Act der Nirvana-Tribute-Band aus Bremerhaven konnte niemand entkommen. Sie heizten ein und vor allem auch Kevin an den Drums hatte mit seiner schwarzen Mähne, dem Bart und nackten Oberkörper so etwas von Dschingis Khan. Seine Schlagzeugpart mit vielen einleitenden Solis ließ an eine unter Volldampf stehende Lok der Baureihe 45 erinnern, die quer durch die Bühne zu rauschen schien. Ihre Waggons waren beladen mit Titeln wie „Dive”, „School”, „Rape Me”, Scentless Apprentice” und „You know you’r e Right”, um nur einige aus ihrem zweistündigen schweißtreibenden Powerplay zu benennen. Die Jungs aus Bremerhaven räumten die Bühne um der letzten Band des Abends Platz zu machen. Die Pearl-Jam-Trtibute-Band „Given2Fly” hielt Anschluss an dem Festivalmotto und seinem damit verbundenen Alleinstellungsmerkmal. Es wurde nicht langweilig, nicht eintönig. Im Gegenteil: Mit ihrem authentischen PJ-Sound und der wandelbaren Stimme des Sängers sprang der Funke zum Publikum sofort über. Die drei Jahrzehnte andauernde Bandgeschichte von Pearl Jam wurde greif- und nahbar und egal ob Klassiker und eher unbekannte Schätzchen – der riesige Fundus an Titel mit hartem Rock, erhabenen Hymnen oder aggressiven Punk und eingängigen Balladen kam aus den Herzen der Musiker und erreichte die Herzen der Besucher. „Soll „Gleiberg Rocks” im kommenden Jahr fortgesetzt werden?”. Die Frage von Sabine Glinke wurde mit einem unüberhörbaren „Ja” und tosendem Applaus beantwortet. Die Veranstalterin dankte auch dem Gleiberg-Verein als Burgeigentümer und Schirmherr der Veranstaltung sowie Gastronom, Axel Horn für die Unterstützung.

So Recht nach dem Geschmack der Rockfans

(Foto: Volker Mattern)

Wettenberger Senioren unterwegs im Dreiländer-Eck

(Foto: Privat)

(vm).Das Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz war das Reiseziel der diesjährigen Seniorenfahrt der Gemeinde Wettenberg. 46 junggebliebene und am Reisen interessierte Senioren traten unter der Leitung und in Begleitung von Rita Langhammer die gemeinsame Fahrt an. Das zu einer festen und beliebten Einrichtung gewordene Angebot für Wettenberger Senioren fand wieder eine überaus positive Resonanz. Ausgangspunkt für die fünftägige Reise war Mellau in Vorarlberg. Am ersten Ausflugstag führte die Fahrt über Schwarzenberg in Richtung Bodensee nach Bregenz. Bei einem Spaziergang in der Festspielstadt entlang der Seepromenade konnte der imposante Aufbau der Seebühne besichtigt werden. Die Fahrt wurde danach nach Lindau, einer Kleinstadt mit einer farbenprächtigen historische Altstadt und Hafenanlage, fortgesetzt. Anderentags stand St. Gallen in der Schweiz – die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons – mit einem Besuch im historischen Stiftsbezirk, einem UNESCO-Weltkulturerbe, auf dem Programm. Der Stiftsbezirk sowie die kunstvoll verzierten Erker an den Gebäuden in der Altstadt beeindruckten alle. Nachmittags dann das malerische Dorf Appenzell mit traditionellen Handwerksbetrieben und regionalen Spezialitäten. Dabei durfte eine Käsereibesichtigung mit Verkostung nicht fehlen. Die Rückfahrt führte über den landschaftlich reizvollen Stoßpass mit herrlichem Blick ins Rheintal. Ein weiterer Höhepunkt der Seniorenreise war der Besuch auf der Insel Mainau mit einer farbenfrohen Blütenpracht, dem barocken Schloss und dem Schmetterlingshaus. Mit der Fähre erreichte man am Nachmittag Meersburg und trat von dort die Rückfahrt ins Hotel an. Der Tagesausflug am letzten Aufenthaltstag führte über die Grenze ins malerische Allgäu. Über Oberstaufen, der alten Salzstrasse und Queralpenstraße ging es nach Lindenberg, zu einem Besuch mit einer Führung im Hutmuseum. Auf der Rückfahrt zum Hotel am Nachmittag wurde die Feinbrennerei Prinz mit einer Verkostung der Spezialitäten besichtigt. Beeindruckt von den vielen schönen Erlebnissen und Besichtigungen ging die 36. Seniorenreise zu Ende. Das Reiseziel der Seniorenreise in 2027 ist Malcesine am Gardasee.

90 Jahre alt und seit 75 Jahre TSV-Mitglied – Linda Vinson (vorne mitte) mit den weiteren Jubilaren

(Foto: Volker Mattern)

(vm).In einem Sportverein mit der Größenordnung des TSV Krofdorf-Gleiberg, mit seinen 2.333 Mitglieder, ist immer Bewegung, sowohl im tatsächlichen wie auch im sprichwörtlichen Sinne. Manchmal stockt sportliche Bewegung, wie im Fall der unendlich zu scheinenden Geschichte der Basketballkörbe, die aber ein Ende gefunden hat. Seit rund zweieinhalb Jahren fehlten selbige in Willy-Brandt-Halle in Gießen, was den Trainingsbetrieb der Basketballspieler des TSV erheblich einschränkte. Nach 13 Monaten, so durfte TSV-Vorsitzender, Kay Drescher, in seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung vermelden, hängen sie wieder. Das gelte auch für die Körbe in der Grundschule Krofdorf-Gleiberg. Dafür wurden sie ohne Ankündigung in der Sporthalle der GGL (Gesamtschule Gleiberger Land) demontiert, kritisierte der Vorsitzende den Landkreis Gießen, mit dem offenbar der Kampf gegen Windmühlen seine Fortsetzung fände. Bleibt man bei besagter Sporthalle deutet sich auch hier ein weiterer Schildbürgerstreich ab. Das Dach seit Jahren marode soll aber hinter der geplanten Komplettsanierung des Bodens , der den Spielbelastungen mit Harz nicht mehr standhält, zurückstehen. Bissige Bemerkung Kay Dreschers mit Hinweis auf das Dach: „Der Boden ist ja nach seiner Sanierung dann wasserfest”. Thema „Sportplatz Seeküppel”. Hier läuft der Pachtvertrag mit der Gemeinde Wettenberg zum Ende 2030 ab. Der TSV habe sich stets für den Erhalt des Sportplatzes und damit der innerörtlichen Strukturen eingesetzt und dies auch in die politischen Gremien transportiert, so der Vorsitzende. Wie es weitergehen wird, hängt wohl auch mit dem aktuellen Gedankenspiel eines zentralen Sportzentrums in Wißmar zusammen. Damit zusammenhängende auch die Situation der anderen Sportvereine Wettenbergs, die der Vorsitzende ansprach. Die Situation in den Vorständen gestalte sich zunehmend schwierig. Mögliche Fusionen schienen unabwendbar, wobei dies einem Trend in Hessen folge, wonach kleinere Vereinen verschwinden würden, trotzt steigender Mitgliederzahlen. Es gab aber auch Positives im Jahresrückblick zu berichten. Die letztjährige Beitragserhöhung des TSV Krofdorf-Gleiberg hat nicht zur befürchteten Massenflucht der Mitglieder geführt. Mit Pilates und Sportwandern konnte das Sportangebot erweitert werden. Zum Schluss seines Berichtes informierte der Vorsitzende noch kurz über das neue Gremium im Sportkreis Gießen, den Sportbeirat. Diese Plattform sei sinnvoll und konstruktiv und biete allen Akteuren in den Vereinen die Möglichkeit des Austausches und dies bei stets aktuellen Informationen durch den Sportkreis aus erster Hand. Der Geschäftsbericht wurde komplettiert durch den Bericht des Kassierers, Tobias Duchardt. Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde er in seinem Amt bestätigt. Wiederwahl gieß es auch für den 2. Schriftführer, Norbert Kneissl sowie die Beisitzer, Kai Mandler, Bastian Panz, Ute Horstmann und Marc Dellner. Bei der Jubilarehrung für langjährige Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden stand Linda Vinson ganz vorne. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, trotzt ihres 90. Geburtstages an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Sie wurde für 75jährige Mitgliedschaft geehrt. Seit einem halben Jahrhundert halten Rainer Fritsch, Stefan Mandler und Oliver Reeh dem TSV die Treue. Von den 34 Jubilaren, die vor 25 Jahren dem Verein beitraten, waren Sabine Borggrebe, Werner Fleck, Jens Möbus, Tanit Peppler und Christine Rinn zur Ehrung erschienen. Die Jahreshauptversammlung bietet auch stets den Rahmen für die Auszeichnung Würdigung besonderer sportlicher Leistungen. In der Basketballabteilung wurde die weibliche U18 Mannschaft Meister der Bezirksliga. Die männliche C-Jugend der FSG Wettenberg schaffte den Meistertitel der Kreisliga. Die weibliche B-Jugend der HSG Wettenberg wurde Meister in der Bezirksliga und in der Leichtathletik gehörten Verena Goldfuß (Gesamtsieger Marathon), Christina Hergarten (AK 60, Hoch- und Weitsprung), Florian Lecht (AK 35, Marathon, Claudia Pyrlik (AK 50, 3.000 m Hallen-Masters), Simone Pyrlik (AK 50, 10.000 m Crosslauf, 3.000 m Hallen-Masters) und Niklas Raffin (Halbmarathon) zu den Titelträgern. In der Turnabteilung wurde Katja Leib (W50) Hessenmeisterin 2026 im Geräteturnen, Kür-4-Kampf. Die Mannschaft mit Paul Linke, Elias Marek, Eliah Opper, Arian Shahim und Mattis Marbach wurde Gaumeister 2025 im Wettkampf 11 Jahre und jünger. Gaumeister 2025 im Wettkampf Jahrgangsoffen wurde Ingo Drescher, Bela Lenz, Daniel Ramos, Ole Grahl und Benjamin Heidari und im Wettkampf 7 Jahre und jünger siegte Emil Mücke, Wilm Grahl, Michael Heidari und Aaron Dotzauer. Sach- und Geldgaben waren die Anerkennung des TSV für seine erfolgreichen Einzelsportler und Mannschaften. Die Ehrungen nahm der 2. Vorsitzende, Dr. Jürgen Leib vor.

Ehrung der erfolgreichsten Mannschaften und Einzelsportler des TSV Krofdorf-Gleiberg

(Foto: Volker Mattern)

Agnes „Agi” Mülich ist „Hanjerin” 2026

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Die schöne und lieb gewonnen Tradition der Verleihung des Titels „Wissemer Hanjer” sollte unbedingt beibehalten werden, war der allgemeine Wunsch und da es die Heimat- und Brauchtumsabend im Rahmen der Partnerschaftstreffen am Himmelfahrtswochenende nicht mehr gibt, wird dieser Titel im Rahmen der Eröffnung des Krämermarktes vergeben. Es war auch diesmal die ehrenvolle Aufgabe für den Marktmeister, Thomas Hochstein, die Laudatio für die Person zu halten. Der „Hanjer”-Titel wird Personen zugesprochen, die nicht in Wißmar gebürtig sind, aber sich dort über viele Jahre im öffentlichen Leben verdient gemacht haben. Längst überfällig also, dass diesmal Agnes „Agi” Mülich zu Ehren kam. Seit einem viertel Jahrhundert ist die am 3. August 1976 im ungarischen Szeged geborene Mutter von Drillingen, die 2011 das Licht der Welt erblickten, in Wißmar zuhause. Stets freundlich, oft mit einem verschmitzten Lächeln, kennt man die charmante junge Frau in erster Linie in ihrer Funktion als Dolmetscherin, die stets gerne bei öffentlichen und inoffiziellen Anlässen für Verständigung zwischen den Menschen aus Wettenberg – vornehmlich Wißmar – und den ungarischen Partnerkommunen, Zsámbék und Tök , sorgte. Schon sehr früh in ihrer ersten Zeit in Wißmar stand sie so ehrenamtlich in kommunalen Diensten, besprach auch den Audioguide im HTM (Holz- und Technikmuseum. In ihrer Heimatstadt, mit 160.000 Einwohner, ging sie zur Schule trieb gerne Sport und dabei war das Kegeln der Favorit, mit Leistungen, mit denen sie bis in die nationale Spitze in Ungarn vorstieß. In der Kneipe ihrer Tante in Gießen, der Gaststätte „Destille”, lernte sie ihren Partner kennen – 2001 die Hochzeit in Ungarn. Nach erfolgreichen Abitur und einer Ausbildung zur Erzieherin, wurden die deutschen Sprachkenntnisse ausgebaut. Einem neuem Berufsbild in Deutschland folgend, wechselte Agi Mülich ins Bürowesen, später die Weiterbildung als Betriebswirtin Controlling. Nach den Erziehungszeiten folgten verschiedene Tätigkeiten, bei Rolladen-Rinn in Heuchelheim und beim Landkreis Gießen, jeweils im Büro. Die Partnerschaftsbegegnungen nehmen die neue „Hanjerin” immer noch in Beschlag, aber sie macht es gerne. Neben der Familie und dem Hund zählen Lesen, Reisen und Spaziergänge zu ihren Hobbys. „Als langjährige sprachgewandte Dolmetscherin sei sie aus der Dorf- und Vereinsgemeischaft nicht mehr wegzudenken”, so Thomas Hochstein bei der Verleihung der Urkunde nach seiner Laudatio. Mit dem obligatorischen Hanjer-Schnaps, im Beisein des Vorsitzenden des Heimatvereins Zsámbék, Thilo Hain, Bürgermeister Marc Nees, Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt und den Offiziellen der Partnerschaftsdelegation, wurde der Akt noch besiegelt.

Das Holz- und Technikmuseum (HTM) war auch in diesem Jahr mit einem Pavillon bei der „Straße der Experimente” in Gießen vor dem Hauptgebäude der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) vertreten. Trotz anfänglichen Starkregens zog die Experimentiermeile am 31. Mai zahlreiche Besucher an. Kaum ließ der Niederschlag nach, strömten Familien auf die Wiesenstraße – zeitweise bildete sich eine Schlange vor dem HTM‑Pavillon, die quer über die Straße reichte.

Im Fokus des Holzerlebnishauses stand in diesem Jahr der „Zauberpropeller”: Kinder konnten unter Anleitung ihren eigenen Propeller bauen. Rita Kotschenreuther erklärt: „Durch die Reibung eines Kanthölzchens an einem Stab setzt sich der oben montierte Propeller allein durch Schwingungen in Drehung.” Das Experiment weckte wiederholt Staunen bei Jung und Alt. Besonders erfreulich war das große Interesse an handwerklichen Aktivitäten; trotz umfangreicher Materialvorräte waren die Bausätze bereits zwei Stunden vor Veranstaltungsende aufgebraucht.

Die verbleibende Zeit nutzte das Team – zu dem Judith Beck (FÖJ) und Mirko Döring gehören – dazu, über die Angebote des Holzerlebnishauses in Wißmar zu informieren.

Das Blasorchester des Volksmusikvereins Wettenberg sorgte für Stimmung

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Wo sanftes Blätterrauschen sich mit Volksgemurmel und blasmusikalischen Klängen vermischt, wo der Duft vom leckerem Gegrilltem und frischen Waffeln in die Nase steigt – da ist man an Fronleichnam richtig – im Launsbacher Wald hinter der Großsporthalle an der Gesamtschule Gleiberger Land. Dorthin zog es wieder viele Wanderer, Radfahrer und auch motorisierte Gäste, zum traditionellen Wäldchesdoag. Den gibt es schon lange, doch erst zum fünften Mal lag er in der Organisationen und Durchführung beim Vereins zur Förderung des Handballsports Wettenberg und wie schon beim ersten Mal, hatten die Mannschaft um Vorsitzenden, Birger Schnepp, wieder alles in Griff. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen, Hans-Georg Gerlach hieß er die Gäste willkommen und auch Bürgermeister, Marc Nees lobte den Förderverein und verwies auf die lange Tradition des Festes, als eines der Ersten, die auch nach Gründung der Großgemeinde die Menschen aller drei Ortsteile, Wißmar, Launsbach und Krofdorf-Gleiberg zusammenführte. Aktuell war es auch der würdige Rahmen für die Ehrungen von Armin Krönlein durch Hans-Georg Gerlach. Jahrzehnte Mitglied im Förderverein und seit 27 Jahren dessen Kassenwart. Kürzlich durfte er seinen 70. Geburtstag feiern und da war die Ehrung nochmal ein schönes Geschenk seiner Vereinskollegen.

Armin Krönlein (rechs) wird von Hans-Georg Gerlach für über 25jährige Vorstandstätigkeit als Kassierer geehrt

(Foto: Volker Mattern)

Lang ists her, als der Wäldchesdoag unter der Regie des Obst- und Gartenbauvereins Launsbach stand, in den Schanzen stattfand und seinerzeit noch den Namen „Waldkonzert” führte. Der Volksmusikverein Wettenberg übernahm die Regie 1976 und seit 2019 von ihm die Handballer. Der Förderverein blickt übrigens in diesem Jahr auf sein 40jähriges Bestehen. Gemütlich beisammen sitzen, miteinander ins Gespräch kommen, bei kühlen Getränken und leckeren Gaumenfreuden, dazu volkstümlich Klänge mit dem Blasorchester des Volksmusikverein Wettenberg, unter Leitung von Manfred Grygar und mit dem Gesangsduo Gundi Grygar und Michael Stroh – so entstand tolle Stimmung am gestrigen Feiertag, auch wenn manchmal sorgenvolle Blicke zum Himmel gerichtet wurden, der seine Schleusen aber weitgehends geschlossen hielt.

Viele Gäste fanden den Weg in den Launsbacher Wald und fühlten sich dort wohl beim Wäldchesdoag

(Foto: Volker Mattern)

Karlfried Philipp, Jürgen Zeller, Ilse Bergner und Gerhard Schmidt (v.l.) bei der Spendenübergabe

(Foto: Volker Mattern)

(vm).Das Kultur die Kultur unterstützt ist nicht selbstverständlich aber in Wettenberg eine Gepflogenheit mit Tradition. Der Arbeitskreis Wettenberger Winterkonzert spendet seit vielen Jahren den Erlös aus dem Neujahrskonzert dieser Konzertreihe an den Gleiberg-Verein, der als Eigentümer des historischen Baudenkmals dessen Erhalt als seine vornehmste Aufgabe zu verantworten hat. Dort selbst auf der Burg trafen sich die Sprecherin des Arbeitskreises, Ilse Bergner und mit Jürgen Zeller, ein seit gut zwei Jahren mitwirkender, wertvoller und sachkundiger Mitstreiter im Gremium, mit dem 2. Vorsitzenden des Gleiberg-Verein, Gerhard Schmidt und Schatzmeister, Karlfried Philipp. 2.480 € ergab der sich aus Spenden zusammensetzende Betrag des Neujahrskonzertes am 4. Januar, der nun symbolisch mit einem Scheck überreicht wurde. Wir sind froh und dankbar, für diese verlässliche Unterstützung und die Zusage, weiterhin daran festzuhalten, so Gerhard Schmidt. Er wies darauf hin, dass die Summe fast bis auf den Euro genau zu dem Voranschlag des Handwerkers passe, der in Kürze mit einem speziellen Verfahren, als Maßnahme zum langfristigen Erhalt, die 45 Fenster des Nassauer Baues behandeln wird. Beim Neujahreskonzert musizierte, gemeinsam mit dem heimischen Orgelvirtuosen, Jens Amend, ein Ensemble des Jungen Sinfonieorchesters Wetzlar. Neben Musik von J. S. Bach und G. F. Händel erklang in der Evangelischen Kirche in Wißmar ein Flötenkonzert des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach. Solistin war Polina Blüthgen. Ilse Bergner und Jürgen Zeller unterstrichen , wie bedeutsam die Wettenberger Winterkonzerte, mit teils hochkarätiger Besetzung seien und viele Menschen auch außerhalb von Wettenberg ansprächen. Die Gemeinde als Veranstalter und finanzieller Träger und die Nutzung der Wißmarer Kirche als Austragungsort stellten die wichtigsten Säulen der Konzertreihe dar und sicherten in dieser Konstellation auch den Fortbestand, so die Vertreter des Arbeitskreises. Für die Zuhörer ist der Eintritt, nicht nur beim Neujahrskonzert, frei. Die Begeisterung der Gäste findet ihren Ausdruck auch in der Folgeleistung zu den Spendenaufrufe, zugunsten kultureller und auch sozialer Zwecke. Rückblickend auf die vergangenen vier Neujahrskonzerte, kamen so alleine hierbei rund 10.000 Euro zusammen, die dem Gleiberg-Verein eine wichtige Unterstützung bei der Finanzierung seiner, teils sehr kostenintensiven Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten, sind. Das nächste Neujahrskonzert ist für den 3. Januar 2027 geplant.

In Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Gießen findet ein weiteres Café unter Leitung der Sozialstation der Gemeinde Wettenberg für die Generation 60plus statt.

Der nächste Termin findet am Donnerstag, 25. Juni 2026 um 15.00 Uhr im Haus der Begegnung statt. Das Thema des Nachmittags wird ein Vortrag „Gesundheitsanwendungen/Gesundheits-Apps – Wo liegen die Unterschiede?” von Frau Doris Hohenwald sein.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) und Gesundheits-Apps eröffnen neue Wege in der Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Apps bereichern unseren Alltag und können helfen, die Gesundheit digital zu unterstützen. Dabei werden für diese Möglichkeit meist zwei Begriffe synonymverwendet: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Gesundheits-Apps. In diesem Vortrag werden Ihnen die Unterschiede aufgezeigt und Sie erhalten Hinweise über sinnvolle Gesundheits-Apps.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, eine Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Sozialstation unter 0641 804-49 oder per Mail an: sozialstation@wettenberg.de.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Am Sonntag, dem 21.06.2026 möchten wir mit euch die Pferdskopfturm-Tour wandern. Die Strecke beträgt circa 25 km und etwa 850 Höhenmeter. Wir treffen uns um 08.00 Uhr mit PKW am Sportplatz Wißmar. Rucksackverpflegung und genug Getränke nicht vergessen. Infos bei Claus Wagner, Tel. 0160 7230854.

Der Vorstand

Zu unserer Vereinswanderung laden wir am Sonntag, dem 21. Juni 2026 alle Mitglieder mit Partner oder Partnerin ein. Wir treffen uns um 10.00 Uhr an der Volksbank Wißmar und wandern zum Vereinsheim des Hundesportvereins. Dort werden Steaks oder Würstchen gegrillt. Den Essenswunsch bitte bei der Anmeldung bis zum 15. Juni angeben. Wir wollen dort einen geselligen Nachmittag verbringen, der bei Kaffee und Kuchen ausklingen soll.

Alle die nicht mitwandern möchten, können um 12.00 Uhr direkt zum Vereinsheim des Hundesportvereins kommen.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Schieferstein, Telefon 06406 73737 ab 18.00 Uhr entgegen.

Der Vorstand

Wir treffen uns am 19.06.2026 um 18.00 Uhr in der „Schönen Aussicht”.

Astrid

Sprechzeiten

Für alle Belange der Wettenberger Bürger im Alter von 65+ hat der Projektmitarbeiter der Gemeinde Wettenberg, Andreas Läufer, immer ein offenes Ohr.

Die regelmäßigen Sprechzeiten finden wie folgt statt:

Krofdorf:1. Dienstag im Monat, jeweils 10.00 – 12.00 Uhr
Haus der Begegnung, Am Wingert 21
Launsbach:2. Dienstag im Monat, jeweils 10.00 – 12.00 Uhr
Verwaltungsstelle, Obergasse 6c
Wißmar:3. Dienstag im Monat, jeweils 10.00 – 12.00 Uhr
Verwaltungsstelle, Schulstraße 17

Neben den regelmäßigen Sprechzeiten kann von 08.00 – 12.00 Uhr unter Telefonnummer 06406 906635 gerne auch ein individueller Termin vereinbart werden. Bei fehlender Mobilität kommt Herr Läufer auch zu Ihnen nach Hause.

Hitzeschutz für Bienen, Vögel und Co.

In den Sommermonaten stellen ausbleibende Niederschläge und steigende Temperaturen eine Herausforderung für Wildtiere dar. Versiegende Wasserquellen und fehlende Schattenplätze erschweren die Regulierung der Körpertemperatur und die Flüssigkeitsaufnahme.

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich jedoch ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Tiere leisten: Eine flache Schale mit frischem Leitungswasser kann bereits vielen Tieren helfen. Um das Risiko des Ertrinkens für Insekten und Kleintiere zu minimieren, sollten Steine, Zweige oder etwas Moos als Ausstiegshilfen in die Schale gelegt werden.

Wichtig: Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Die Wasserstelle sollte zudem möglichst im Schatten stehen, damit das Wasser nicht zu stark erhitzt und länger frisch bleibt.

Wer Wildbienen und anderen Bestäubern helfen möchte, kann bienenfreundliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon ansiedeln. Besonders geeignet sind beispielsweise Lavendel, Kornblumen, Schafgarbe, Kapuzinerkresse sowie blühende Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian.

Vögel sind auf äußere Kühlung angewiesen, da sie nicht schwitzen können. Eine mit Wasser gefüllte Schale dient ihnen daher nicht nur als Trinkquelle, sondern auch als Möglichkeit zur Abkühlung. Zusätzlich hilft ein sogenanntes Sandbad dabei, das Gefieder von Parasiten zu befreien.

Dazu kann eine flache Wanne mit Quarzsand, erhältlich im Baumarkt, auf Terrasse oder im Garten aufgestellt werden. Anders als Wasserschalen sollte ein Sandbad sonnig platziert sein – die Wärme wirkt unterstützend bei der Parasitenbekämpfung. Der Sand sollte regelmäßig, etwa alle zwei bis drei Wochen, ausgetauscht werden, um hygienische Bedingungen sicherzustellen.

Mit geringem Aufwand kann so ein wertvoller Beitrag zum Überleben unserer heimischen Wildtiere während der Sommerhitze geleistet werden.

Quelle: www.tsv-giessen.de (Tierschutzverein Gießen und Umgebung e. V.)

Smartphone Café 65+

Das Smartphone Café 65+, das jeweils am 3. Donnerstag im Monat stattfindet, fällt im Juni (18.06.2026) leider ersatzlos aus.

Das Gemeindearchiv im Dachgeschoss der Verwaltungsstelle Wißmar, Schulstraße 17, ist ab sofort donnerstags (statt bisher dienstags) von 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Einsichtnahme in Archivalien ist nach vorheriger Terminabsprache möglich. Bitte wenden Sie sich zunächst telefonisch oder per E-Mail an das Archiv.

Sie erreichen das Gemeindearchiv während der Dienstzeiten telefonisch unter 0151 12673123 (Herr Schmidt) oder jederzeit per E-Mail unter gemeindearchiv@wettenberg.de.

Judith Borg, Pastoralreferentin, Ansprechpartnerin für Wettenberg (0173 9379492)
j.borg@biebertal.bistumlimburg.de

Unsere Kirche in Biebertal ist täglich geöffnet.
Pfarrer Ernst-Martin Benner
Pastoralassistentin Laura Fuchs (06409 6628812)

Internet: www.sankt-anna-biebertal.de
E-Mail: st.anna@biebertal.bistumlimburg.de

Öffnungszeiten:
Zentrales Pfarrbüro Dorlar:
Dienstag und Freitag 09.00 – 12.00 Uhr (06409 6628820)
Kontaktstelle Biebertal:
Freitag 09.00 – 12.00 Uhr
telefonisch erreichbar:
Montag -Freitag

Samstag, 13. Juni 2026
11.00 Uhr           Taufe in Wißmar
18.00 Uhr           Vorabendmesse in Krofdorf

Sonntag, 14. Juni 2026 11. Sonntag im Jahreskreis
Kollekte für die Jugendarbeit in der Pfarrei
09.00 Uhr Hl. Messe in Biebertal
11.00 Uhr Hl. Messe in Wißmar

Montag, 15. Juni 2026
09.30 Uhr WertVoll – Spiel und Begegnung für Babys (2 bis 18 Monate) in Biebertal
15.00 Uhr Sprachcafé in Wißmar (Pfarrsaal)
18.30 Uhr Singkreis in Odenh./Röderheide (Pfarrsaal)
19.30 Uhr Chor “Tonsprünge” in Dorlar

Dienstag, 16. Juni 2026
09.00 Uhr Pekip für Eltern und Babys in Biebertal
16.00 Uhr Kinderband “St. Anna Sternchen” in Biebertal
18.30 Uhr Chor “Eglissima” in Wißmar
20.00 Uhr Tänze der Nationen in Biebertal

Mittwoch, 17. Juni 2026
14.30 Uhr           Seniorenkreis “Fröhliche Runde” in Odenhausen/Röderheide (Pfarrsaal)
18.00 Uhr           Spielecafé der Generationen in Biebertal

Donnerstag, 18. Juni 2026
09.00 Uhr Hl. Messe in Biebertal (Pfarrsaal), anschl. Frühstück
15.00 Uhr Pop-Up Café Spezial auf dem Mehrgenerationenplatz in Krofdorf

Freitag, 19. Juni 2026
Firmwochenende im Hildegardishof bis zum 21. 06.2026
10.00 Uhr           WertVoll – Spiel und Begegnung für Babys (2 bis 18 Monate) in Wißmar

Sonntag, 21. Juni 2026 12. Sonntag im Jahreskreis
Kollekte für die Caritas Schulsachenaktion
09.00 Uhr Hl. Messe in Biebertal
11.00 Uhr Hl. Messe in Wißmar
11.00 Uhr Hl. Messe zum Patrozinium in Odenhausen

Aus unserem Familienzentrum Anni:
WertVoll – Spiel und Begegnung für Babys (2 Monate bis ca. 18 Monate) mit Eltern, kostenlos und ohne Anmeldung
montags, 09.30 – 11.00 Uhr im Pfarrsaal in Rodheim
freitags, 10.00 – 11.30 Uhr im Pfarrsaal in Wißmar

Offener Spielenachmittag für Kinder („Krabbler”/1 Jahr – 3 Jahre) mit Eltern, kostenlos und ohne Anmeldung
2. + 4. Freitag im Monat, 15.30 – 17.00 Uhr im Pfarrsaal in Biebertal

Mehr Informationen unter www.fiz-anni.de

lernen, begegnen, austauschen

Grundlagen der Digitalisierung – Datenwelt, Gefahrenschutz und Alltagstechnik
donnerstags, ab 11. Juni, 09.00 bis 13.00 Uhr, 3 Termine, Heuchelheim-Kinzenbach Bonhoeffer-Haus

Weitere Informationen
„Möchten Sie als Kursleitung tätig werden?
Dann melden Sie sich gerne bei uns!”
Sie möchten sich anmelden oder mehr über unsere Kurse erfahren?
Sie vermissen ein Thema oder möchten Ihr Wissen weitergeben?
Tel.: (0641) 9390-5700, Web: www.vhs-kreis-giessen.de,
E-Mail: kvhs.giessen@lkgi.de
Volkshochschule Landkreis Gießen
Kreuzweg 33 | 35423 Lich

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