
„Mein Lieblingsplatz” – bunter Stühle gestaltet von Schülern der PUSCH-Klasse der GGL
(Foto: Volker Mattern)
(vm). Wie sieht der persönliche Lieblingsplatz aus? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der PUSCH-Klasse (Praxis und Schule) des Jahrgangs 9 an der GGL (Gesamtschule Gleiberger Land) in einem kunstpädagogischen Workshop nach. Die dabei entstandenen Werke zeigten eindrucksvoll Kreativität und Phantasie der Jugendlichen. Unter der Leitung der Kunstpädagogin Martina Bodenmüller entwickelten die Schülerinnen und Schüler ihre ganz persönlichen Lieblingsplätze auf selbst ausgewählten Stuhlformen. Die Stühle dienten dabei als Grundlage für eine individuelle Ausdrucksform. Zu Beginn des zweitägigen Workshops sammelten die Jugendlichen ihre Ideen in einem kurzen Brainstorming auf Papier. Ergänzend waren Beispielbilder der Anschub für Weiterentwicklung der eigenen Vorstellungen und Ideen. Für die Gestaltung standen unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Farben, Playmobilfiguren, Bast, Gips, Holz, Sand, Schrauben und Leim kamen ebenso zum Einsatz wie viele weitere Gestaltungselemente. So entstanden einzigartige Kunstwerke, die in Form und Farbe jeweils ein Stück der Persönlichkeit ihrer Künstler widerspiegeln. Organisiert wurde das Projekt von Claudia Kopsch von der Sozialarbeit an Schulen der Regionalen Diakonie Gießen sowie Sarah Arendt, Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit bei der ZAUG gGmbH. Beide betonten die Bedeutung solcher Angebote für junge Menschen: „Jugendliche brauchen Räume, in denen sie ihre Fähigkeiten zeigen können – und vor allem ernst genommen werden. Der kreative Zugang schafft oft neue und niedrigschwellige Wege, um miteinander ins Gespräch zu kommen.” Der Workshop verdeutlichte, wie wirkungsvoll künstlerische Bildung für die persönliche Entwicklung junger Menschen sein kann. Um die entstandenen Kunstwerke angemessen zu würdigen, wurden die gestalteten Stühle am 15. Juni 2026 im Rahmen der Kulturveranstaltung „Fluss mit Flair” unter dem Motto „IN.Flow” der Öffentlichkeit präsentiert. Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war groß. Viele zeigten sich begeistert von den Werken. Die kunstvoll gestalteten Stühle luden nicht nur zum Fotografieren ein, sondern inspirierten manche Gäste sogar dazu, eigene kreative Projekte in Angriff zu nehmen.


